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BiographieÄnnern

De Öllern vun Carla Borg weern beid Musiker, hör Vader Klaveerlehrer un Organist. Se sülvst fung all in dat Öller vun veer Johren an, in de Kark to singen, Klavier un Örgel to spelen. 1957 hett se den Jazzpianisten Paul Bley heiraadt (den se as „cigarette girl“ in dat Birdland kennen lehrt harr), de hör dorto broch, för hüm to komponeeren. Bald speel se in New York mit Charles Moffett senior un Pharoah Sanders. Af 1964 hett se mit Michael Mantler dat Jazz Composer’s Orchestra leit. 1965 harr se en Quintett mit Mantler un Steve Lacy. 1966 gung se mit Peter Brötzmann un Peter Kowald up Tournee. Nah dat Projekt Escalator over the Hill 1967 bit 1971 un de Arbeit mit Charlie Haden in dat Liberation Music Orchestra (af 1969) hett se af 1976 överweegend eegen Bands leit.

1967 hett se hör Bandliddmaat Michael Mantler heiraadt; hör Dochter Karen Mantler wurr Jazz-Organistin. Siet de Rückkehr vun Mantler nah Europa (1991) leevt Carla Bley mit hör langjohrig Bandliddmaat Steve Swallow tosommen. He is för hör ok musikalisch wichtigen Partner an' E-Bass. Wiederhen typisch för hör Bands sünd Musiker as de markant erdig spelen Basuunist Gary Valente, de Jazz-Hornist Vincent Chancey oder hör Dochter Karen Mantler.

2006/2007 weer se Artist in Residence vun de Philharmonie Essen. 2008 is se mit hör Trio ut Steve Swallow un Andy Sheppard live in dat New Yorker Birdland uptreeden (Songs with Legs).

EhrungenÄnnern

2009 wurr se mit de German Jazz Trophy, 2012 mit de Ehrendokterwürde vun de Université de Toulouse II–Le Mirail uttekent un 2015 kreeg se NEA Jazz Masters Fellowship.

WarkÄnnern

 
Carla Bley (2009)

Carla Bley maakt sück siet etwa Midden vun de 1960er Johren as geistriek un innovative Jazz-Komponistin bemarkbar; toeerst schreev se för dat Trio vun Paul Bley, denn ok för George Russell, Jimmy Giuffre un Art Farmer. 1964 hett se mit Mike Mantler dat Jazz Composer's Orchestra (JCO) grünnd. 1967 komponeer se för Gary Burton dat völbeacht A Genuine Tong Funeral. Nah dree Johr düern Upnahmearbeiten hett se 1971 en vun de wenig Jazz-Opern herutbrocht: dat vun hör komponeert Escalator over the Hill (1973 mit den franzööschen Grand Prix du Disque uttekent).

Se hett etliche eegen Jazz-Alben up hör mit Michael Mantler grünnd eegen Label WATT, de sien Platten via ECM verdreeven wurrn, herutbrocht. Hör besünners in de 1970/80er Johren aktiv Carla Bley Band speelt originellen konzertanten Big-Band-Jazz, dörut in de tietgenössisch reflekteert Nahfolge vun Duke Ellington un Gil Evans. Mit en Deel vun disse Band hett se ok dat Album Nick Mason’s Fictitious Sports mit eegen Kompositschonen inspeelt. 2016 führ se mit de NDR-Bigband un en Knabenchor hör Jazzoper La Leçon Française auf.[2]

As Arrangeurin wark se siet 1969 maatgevend an Charlie Haden sien Liberation Music Orchestra mit, dat 2005 mit Not In Our Name weer en as Protest gegen de US-amerikaansch Politik konzipeert Album herutbroch. (Nah den Dood vun Haden leit se ok dit Ensemble.)

En interessante Charakteriseeren vun hör Musik keem to'n Anlaat vun hör 70. Gebortsdag in de FAZ herut: Zitat: Carla Bley ist das monströseste Chamäleon, das der Jazz kennt. Und eine gigantische Irritation. Für bare Münze kann man nichts nehmen, was sie sagt, tut, spielt oder kompositorisch zusammenfügt. […] Man muss schon mitdenken mit der unorthodoxen Tochter eines Kirchenmusikers aus Oakland, muss ihrer Ironie standhalten und wie sie Konventionen bricht, indem sie scheinbar adaptiert, darf schließlich die Musik nicht als reines Glasperlenspiel begreifen, um ihr das Wasser zu reichen und möglicherweise von ihr erleuchtet zu werden.|Wolfgang Sandner| Die Muse mit dem Hexengebräu. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 109 van' 10. Mai 2008, S. 40

Diskographie (Utwahl)Ännern

  • 1971 Escalator over the Hill (Carla Bley un Paul Haines)
  • 1974 Tropic Appetites (Carla Bley)
  • 1977 Dinner Music (Carla Bley)
  • 1978 European Tour 1977 (Carla Bley Band)
  • 1979 Musique Mecanique (Carla Bley Band)
  • 1981 Fictitious Sports (Nick Mason, upnommen 1979)
  • 1981 Social Studies (Carla Bley Band)
  • 1982 Live! (Carla Bley Band)
  • 1984 I Hate to Sing (Carla Bley Band)
  • 1984 Heavy Heart (Carla Bley)
  • 1985 Night-Glo (Carla Bley)
  • 1987 Sextet (Carla Bley)
  • 1988 Duets (Carla Bley und Steve Swallow)
  • 1989 Fleur Carnivore (Carla Bley)
  • 1990 Orchestra Jazz Siciliana Plays the Music of Carla Bley (upnommen 1989, leit vun Carla Bley)
  • 1991 The Very Big Carla Bley Band (Carla Bley Band)
  • 1992 Go Together (Carla Bley un Steve Swallow)
  • 1993 Big Band Theory (Carla Bley)
  • 1994 Songs With Legs (Carla Bley)
  • 1996 …Goes To Church (Carla Bley Big Band)
  • 1998 Fancy Chamber Music (Carla Bley)
  • 1999 Are We There Yet? (Carla Bley un Steve Swallow)
  • 2000 4x4 (Carla Bley)
  • 2003 Looking for America (Carla Bley Big Band), uttekent mit den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2003\3
  • 2004 The Lost Chords (Carla Bley), uttekent mit den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2004\3
  • 2007 The Lost Chords Find Paolo Fresu (mit Paolo Fresu, Andy Sheppard, Steve Swallow, Billy Drummond)
  • 2008 Appearing Nightly (Carla Bley & her Remarkable Big Band)
  • 2009 Carla's Christmas Carols (Carla Bley, Steve Swallow, The Partyka Brass Quintett)
  • 2013 Trios (Carla Bley, Steve Swallow, Andy Sheppard, ECM)
  • 2016 Andando el Tiempo (mit Steve Swallow, Andy Sheppard, ECM)

FilmmusikenÄnnern

DVD-VideoÄnnern

  • 1983/2003 Live in Montreal
  • 1988/2001 Famous Jazz Duets: Chick Corea & Gary Burton, Carla Bley & Steve Swallow – Live in Concert

LiteraturÄnnern

  • Konrad Heidkamp; Sophisticated Ladies, Rowohlt 2003 (mit Kapitel Carla Bley - Femme musicale)

WeblenkenÄnnern

AnmarkenÄnnern

  1. Nah Reclams Jazzführer 1989 un Kunzlers Jazzlexikon 2002. In dat JazzThing-Podcast http://www.jazzthing.de/new-media/podcast/podcast-folge-51/ gifft Carla Bley sülvst - anners as in den Jazz-Lexika - 1936 as Gebortsjohr an un begrünn de Verwirrung (1936 oder 1938)
  2. Happy Birthday, Carla Bley!