Richard Wagner

düütsch Komponist, Dramatiker un Dirigent

Dit Woort hett noch annere Bedüden: kiek dorför ünner Richard Wagner (Mehrdüdig Begreep).

Wilhelm Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig in’ Palazzo Vendramin-Calergi) weer en düütsch Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriever, Theaterregisseur un Dirigent. Mit sien Musikdramen gellt he as een vun de bedüüdenst Neemaker vun de europäisch Musik in dat 19. Johrhunnert. He hett de Utdrucksfähigkeit vun de romantisch Musik un de theoretischen un praktischen Grundlagen vun de Oper ännert, indem he dramatisch Handlungen as Gesamtkunstwark gestalten dee un dorto Text, Musik un Regieanwiesungen schreev. As eerst Komponist grünn he Festspelen in dat vun hüm plaant Bayreuther Festspeelhuus. Sien Neeern in de Harmonik hebbt de Entwicklung vun de Musik bit in de Moderne beinfloot. Mit sien Schrift Das Judenthum in der Musik hörrt he geistesgeschichtlich to de Vörkämper vun den Antisemitismus.

Richard Wagner um 1868
Ünnerschrift vun Richard Wagner

Kindheit un Jöögd (1813–1832)

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Wagner sien Steefvader Ludwig Geyer

Richard Wagner wurr in Leipzig (in’ Gasthoff Zum roten und weißen Löwen) as dat negente Kind vun den Polizeiaktuarius Carl Friedrich Wagner (1770–1813) un de Backerdochter Johanna Rosine Wagner, boren Pätz (1774–1848), boren un an’ 16. August up de Naam Wilhelm Richard Wagner in der Thomaskark evangeelsch döfft.[1] Söss Maand nah sien Gebort, an’ 23. November 1813, is sien Vader an Typhus storven. An’ 28. August 1814 hett Wagner sien Moder den Schauspeler un Dichter Ludwig Geyer (1778–1821) heiraadt, de sück nah den Dood vun de Vader um de Familie kümmert harr un de bi Carl Friedrich Wagner bannig good ansehn weer. Spekulatschonen, wonah Geyer de tatsächliche Vader vun Richard Wagner ween weer, sünd hüüd klor wedderleggt. Ok Wagner sülvst hett nie an sien Afstammen twiefelt.[2] In hör Daagbook noteert Richard Wagner sien tweet Ehefru Cosima an’ 26. Dezember 1878: „Dann sagt Richard, (Sohn) Fidi, dem er seine Kappe immer zur Aufbewahrung zugeworfen, habe prachtvoll ausgesehen, seinem Vater Geyer ähnlich gesehen. Ich: ’Vater Geyer ist gewiß dein Vater gewesen.’ Richard: ’Das glaube ich nicht.’ ’Woher dann die Ähnlichkeit? ’Richard: ’Meine Mutter hat ihn damals geliebt, Wahlverwandtschaften.’ “ Wiel de Bröer Albert, Carl Friedrich Wilhelm Wagner sien öldste Söhn, en jüstergrad frappeeren Ähnlichkeit mit Richard upwiest, as Fotografien eendüüdig beleggen, sünd Spekulatschonen över en eventuelle Vaderschap vun Geyer överflüssigg[3]. Noch 1814 is de Familie nah Dresden översiedelt. An’ 26. Februar 1815 wurr de Halfsüster vun Richard Cäcilie boren. Sien öllere Geschwister weern Albert, Gustav, Rosalie, Julius, Luise, Klara, Theresia un Ottilie. 1817 keem Richard - noch ünner de Naam Richard Geyer – in’t School. Twee Johr later wurr sien Steefvader Ludwig Geyer krank un is an’ 30. September 1821 in Dresden storven. Richard keem doruphen bi mehreren Verwandten „in Pleeg“. So keem he in’ Oktober 1821 to de Bröer vun sien Steefvader Karl nah Eisleben, wo ok all sien Bröer Julius upnommen wurrn weer, un leev dor för een Johr ünner de Naam „Richard Geyer“.[4] Af den 2. Dezember 1822 hett he de Kreuzschule in Dresden besöcht. 1826 is de Familie nah Prag ümtrucken, wiel de Süster vun Richard, Rosalie, in Prag en Engagement kreeg. Se weer en bekannt Theaterschauspelerin. Richard bleev aber in Dresden un weer nu bi de Familie Dr. Böhme ünnerbrocht, he hett sien Familie aber ok mehrfach in Prag besöcht. Af Wiehnachten 1927 weer dat daan, he leev nu weer bi sien Familie, de nah Leipzig torüchtrucken weer. Hier hett he van 1828 bit 1830, jetzt ünner de Naam Richard Wagner, de Nikolaischool as ok de Thomasschule zu Leipzig besöcht. Sien Vörbild in disse Tiet weer sien Unkel Adolph Wagner, en Philoloog, de sück as Översetter vun de Warken vun Sophokles en Naam maakt harr un sück mit Goethe schreev. Richard keem dordör ok mehr mit de Literatur in Verbinnen un hett in de Bibliothek vun sien Unkel Warken vun Shakespeare un vun de Romantikers, to’n Bispeel E. T. A. Hoffmann leest un schreev all as Schöler sien eerst dramatisch Wark, Leubald, en groot Truerspeel in fiev Akten in den Stil vun Shakespeare.

De Jöögd vun Wagner weer besünners dordör präägt, dat he as dat jüngste Kind vun en Künstlerfamilie mehr oder minner ahn Vader un dordör ok ahn „Zucht und Ordnung“ upwussen is. As Kind weer he bannig wild („der Kosak“) un hett ünner en gewisse Verwohrloosen leeden, wat sien Charakter aber ok präägen sull. He weer dör dat Ertrecken ok „nich bagen wurrn“ un bleev so ok unbekümmert un neeschgierig.

Sturm un Drang (1832–1835)

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Mit 16 Johr beleev Wagner in Leipzig eerstmals Beethoven sien Oper Fidelio mit Wilhelmine Schröder-Devrient in de Titelrull. Von nu an stunn för hüm fast, dat he Musiker wurrn wull. He hett denn bald eerste Sonaten, en Striekquartett as ok den nich fardig wurrn Opernversöök Die Hochzeit verfaat. Af 1831 studeer he an de Universität Leipzig Musik, buterdem nehm he Kompositschoonsünnerricht bi den Thomaskantor Christian Theodor Weinlig, den he ok sien eerst Wark (Klaviersonate in B-Dur) widmen dee. Dit eerst Wark wurr all een Johr later dör den Verlag Breitkopf & Härtel druckt. Dorvan un ok vun den Spood vun de eerst Upführen vun sien Konzertouvertüre in d-Moll, 1832 in Leipzig, andreeven, hett Wagner wiedere Konzertstücke komponeert, ünner annern de C-dur-Sinfonie, de noch in dat sülvig Johr in dat Prager Konservatorium eerstmals upführt wurr.

Anreegt dör de Laatromantik, besünners vun E. T. A. Hoffmann un en Stoff ut Ritterzeit und Ritterwesen harr he den Plaan to sien eerst Oper ünner den Titel Die Hochzeit verfaat. He hett den Text dicht un fung mit de Kompositschoon vun de eerst Nummers vun dit „Nachtstücks von schwärzester Farbe“ (R. W.), de sien överdreeven Schuurromantik bi sien Süster Rosalie aber up wenig Tostimmen stööten dee. Doruphen hett Wagner den Textentwurf verneelt, vun de Partitur bleeven aber Deelen erhollen (WWV 31).

Wagner weer bi den Corps Saxonia Leipzig aktiv, allerdings nich lang. Wagner sülvst schrifft, dat he dat Corps freewillig verlaaten harr: vör allen ut Enttäuschung över de apolitische Haltung vun de Leipziger Landsmannschafter (= Corpsstudenten) to’n Upstand vun de Polen. De „schmerzliche Trauer“ vun Wagner över de poolsch Nedderlaag bi Ostrolenka harrn de Landsmannschafter nich deelt.[5]

1833 wurr Wagner dör den Schriever un Publizisten Heinrich Laube vun de Ideen vun dat Junge Düütschland, en revolutschonär utricht literarisch Bewegen vun den Vormärz, beindruckt. To glieker Tiet fung he mit de Kompositschoon vun de Oper Die Feen an, nahdem he sien eerst Engagement as Chordirektor vun dat Würzborger Theater kreegen harr. In Laube sien Zeitung für die elegante Welt wurr bald sien Upsatz Die Deutsche Oper druckt. As musikalisch Leiter vun de Sömmersaison in Bad Lauchstädt un vun dat Theater in Meideborg hett he de Schauspelerin Minna Planer kennen leeven lehrt. Wagner sien eerst sülvständig musikalisch Instudeeren weer nah sien Utsaag de Musik to Johann Nestroy sien Posse Lumpazivagabundus (1833) vun Adolf Müller senior.

De Johren 1835–1842

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Minna Planer in dat Johr 1835

1835 hett Wagner an de Oper Das Liebesverbot arbeit un de tweet Meideborger Speeltiet leit. An’ 29. März 1836 funn ünner desolaat Bedingungen de Eerstupführen vun de Oper Das Liebesverbot oder Die Novize von Palermo in Meideborg statt. Över Berlin is Wagner denn nah Königsbarg reist, um dor an’ 24. November vun dat glieker Johr Minna Planer in de Altroßgärtner Kark to heiraten, de dor as Schauspelerin engageert weer. A’n 1. April 1837 wurr Richard Wagner Musikdirekter in Königsbarg. De Theaterbedriev brook aber bald dornah wegen Bankrott vun de Direktschoon tosommen. Wagner weer dat nah den Bruuk vun de „Fohren“ weehnt, över sien Verhältnisse to leven un ansässig Börger um Darlehen to beden, de he aber nich torüchbetahlen kunn. In’ Juni 1837 schaff he dat, en Kapellmeesterstäe in Riga to kriegen, wo he sück tonächst vör sien düütsch Glööviger in Sekerheit bringen kunn. In’ Juli hett hüm sien Fru Minna mit en Koopmann mit Naam Dietrich verlaaten, se keem aber all in Oktober weer nah Riga torüch. Hier entstunn de Text un de Anfang vun de Partitur vun sien eerst spoodriek Oper: Rienzi. Wagner hett hier ok Wilhelm Hauff sien Märken vun dat Gespensterschiff mit den Holländer-Stoff kennenlehrt. Mit den Theaterdirekter Karl von Holtei hett he en Singspeel ünner den Titel Die glückliche Bärenfamilie plaant, hett sück aber bald gegen den Theaterbedriev sparrt. Dat weer en Tiet, in de de Geschichte vun de Wannerbühnen to Enn’ gung, de tonehmend dör Stadttheater mit fast Personal ersett wurrn.

1839 verlor Wagner sien Stellung in Riga all weer. Ut Furcht vör sien Glööviger is he stillkens mit sien Fru över de russisch-ostpreußisch Grenz gahn un is denn mit dat lütt Segelschipp Thetis tosammen mit Minna nah London fohren. De störmisch verloopen, mehrfach in norweegsch Haven ünnerbraken un toletzt över veer Week düern Seefohrt, bi de dat Schipp binah kentert weer, broch hüm aber Inspiratschonen för den Fliegenden Holländer. Nah en körten Upenholt in London is dat Paar över Boulogne-sur-Mer, wo Wagner den führenden Pariser Opernkomponisten Giacomo Meyerbeer persönlich kennenlehrt hett, wieder nah Paris reist.

 
Gedenktafel in de Rue Jacob 14 in dat 6. Pariser Arrondissement

Wagner hett tosommen mit Minna de Jahre 1840 un 1841 ünner arm wertschaplich Verhältnissen in Paris verbrocht: Dor hett he aber ok Rienzi (1840) fardigstellt un den Fliegenden Holländer (1841) schreven un komponeert. Meyerbeer hett woll sien Talent sehn un hüm fördert, weer aber vun Wagner sien „Pumpgenie“ (Thomas Mann) wenig angedahn. In Paris befunnen sück de führenden Theater vun de Welt un so kunn Wagner Anregungen vun de Grand opéra oder dat Melodram good un geern upnehmen. Um sück un sien Fru nähren to können, hett he Artikel för verscheeden Journale verfaat un hett musikalisch Lohnarbeiten maakt, lehr to glieker Tiet aber ok Heinrich Heine un Franz Liszt kennen. Ut Geldnot muss he sogor den Prosaentwurf to’n Fliegenden Holländer ünner den Titel Le vaisseau fantôme för 500 Francs an de Pariser Oper verkoopen, de den Kompositschonsupdrag an hör Huuskomponisten Pierre-Louis Dietsch vergeev – wat Wagner aber ok nich dorvan afhollen hett, sien Idee sülvst uttoführen un in Musik to setten.

 
Richard Wagner 1842 in Paris, Teknung vun Ernst B.Kietz

In Paris hett he sück mehr un mehr mit de politisch Vörgänge in Frankriek utnannersett. Wiels hüm in jung Johren de Greuel vun de Franzöösch Revolutschoon „mit aufrichtigem Abscheu gegen ihre Helden“ erfüllt harrn, as he in Mein Leben schreev, reageer he ganz anners, as Lafayette de liberale Oppositschoon in Paris anführen dee. „Die geschichtliche Welt begann für mich von diesem Tage an; und natürlich nahm ich volle Partei für die Revolution, die sich mir nun unter der Form eines mutigen und siegreichen Volkskampfes, frei von allen den Flecken der schrecklichen Auswüchse der ersten französischen Revolution darstellte.“[6]

In disse Tiet full ok dat Befaaten mit Ludwig Feuerbach sien religionskritisch Philosophie un den Theorien vun den franzöösch Fröhsozialisten un fröhen Theoretiker vun den modernen Anarchismus Pierre-Joseph Proudhon. Vör allen de Formuleeren vun Proudhon to de Fraag: „Was ist Eigentum?“ sull Wagner tietlevens beschäftigen: „Solange Eigentum Privilegien birgt, solange bedeutet privilegiertes – also erpresserisches – Eigentum Diebstahl.“ Disse Instellung wurr vör allen in sien Nibelungendrama en root Faden.

De Johren in Dresden (1842–1849)

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Dat old Dresdner Hofftheater to de Tiet vun Richard Wagner

In’t Fröhjohr 1842 kreeg Wagner vun de Dresdner Hoffoper de Nahricht, dat man sien nee Oper Rienzi upführen wull. In Paris weer he künstlerisch nich vörankommen un harr kien Spood, so truck he in’ April 1842 vun Paris nah Dresden. Den Juni hett he in Teplitz-Schönau verbrocht, wo he ok all in de Johren 1834 un 1836 ween weer. Up den Schreckensteen entstunn de eerste Tannhäuser-Entwurf. De Eerstupführen vun den Rienzi funn an’ 20. Oktober in Dresden statt, weer en grooten Spood un to glieker Tiet bedüüd dat ok den künstlerischen Dörbröök vun den jungen Wagner. Ok sien latere Früend Franz Liszt harr nu all Spood, de wurr to etwa de sülvig Tiet Hoffkapellmeester in Weimar.

1843 wurr Wagner to’n Königlich-Sassischen Kapellmeester an de Dresdner Hoffoper nömmt un kunn dor ok an’ 2. Januar sien Oper Der fliegende Holländer to Eerstupführen bringen. Wenig later övernehm he ok tosätzlich de Leitung vun de Dresdner Liedertafel, in deren Updrag he dat monumentale Chorwark Das Liebesmahl der Apostel komponeeren dee. De Eerstupführen an’ 6. Juli 1843 in de Fruenkark in’ Rahmen vun dat Tweet Allgemeen Dresdner Männergesangsfest weer en kumpletten Spood. Wagner wull aber mit oratorisch Warken nichts mehr to doon hemm, hett so wat nich mehr kompneert un dat Wark wurr to sien Leevtieden ok nich mehr upführt. Buterdem hett he en lütt Sett later sien Früend Ferdinand Hiller beden, de Leitung vun de Dresdner Liedertafel to övernehmen.

To sien Früennen tellen Anton Pusinelli un August Röckel, mit de he sück vör allen över Politik uttuuscht hett. 1844 weer Wagner wiederhen mit de Arbeit an de Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg befaat. In’ Juli 1845 hull sück Wagner in Marienbad up un hett dor en eerste Inholtsskizze för de Handlung to de Meistersingern verfaat un sück intensiv mit de düütsch Sagen befaat, för allen den Nibelungen- un den Gral-Mythos. Ok fung he mit de Konzeptschoon vun sien Oper Lohengrin an. In Dresden hett he an’ 19. Oktober de Eerstupführen vun sien Tannhäuser leit. 1846 hett Wagner Beethoven sien 9. Symphonie dirigeert – wobi he ünner annern den jungen Hans von Bülow deep beindruckt hett – un fung in’ Sömmer, wiels en dree Maand lang Urlaub in Graupa dicht bi Dresden, mit de Kompositschoon vun den Lohengrin an. An’ 9. Januar 1848 is sien Moder in Leipzig storven. In dat Fröhjohr 1848 hett he Franz Liszt eerstmals in Dresden besöcht, de wenig later sien Gegenbesöök in Weimar maken dee. Dormit fung denn en lang Früendschap an.

 
Wagners Steekbreef van 1849

In’ Sömmer 1848 is Wagner nah Wien reist, um sück dor Anregungen för en Theaterreform to halen. Ansluutend hett he sück in Dresden den republikaansch Reformbestreeven in Sassen anslooten un hett dorbi ok den russischen Anarchisten Michail Bakunin kennenlehrt. Wagner hett sück um en Theaterreform an’t Hofftheater bemüht un het sien Idealvörstellungen över den Stellenwert vun de Kunst in de Sellschopp entwickelt. He hett ok en paar Bidrääg in de Volksblätter vun sien Früend August Röckel leefert, ünner annern de Schrift: Die Revolution. To glieker Tiet entstunn sien Afhanneln Die Wibelungen Weltgeschichte aus der Sage, en Vörstuuf to sien Hööftwark Der Ring des Nibelungen, de sien Konzeptschoon mit den Siegfried to glieker Tiet entstunn, ebenso as de Konzeptschoon vun en Musikdrama Jesus von Nazareth, wobi he Jesus vör allen as Sozialrevolutionär sehn dee.

Zürcher Johren (1849–1858)

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Richard un Cosima Wagner in dat Johr 1872

In’ Fröhjohr 1849 hett sück Wagner aktiv an’ Dresdner Maiupstand bedeeligt. He wurr, nahdem de Volksunruhen daalslahn wurrn weern, as ok sien Früennen Gottfried Semper un August Röckel vun de Polizei mit Steekbreef söcht un muss flüchten. In’ Früendes- un Mitarbeiterkreis speel Wagner sien Bedeeligung an den Dresdner Upstand rünner. Sien latere Mitarbeiter Hermann Zumpe (tätig in Bayreuth van 1873 bit 1875) ziteert de folgend Beschrieven vun Wagner sien Rull: „Aus seinem (Wagners) Munde bei einem Gartenfest in Wahnfried: Semper auf dem Balkon in einer Rede begriffen, Wagner erschrocken unter dem Volk, springt hinauf, um Semper vom Balkon zu reissen - da erblickt man ihn und - : Mit gefangen etc.“

Sien Flucht führ hüm mit falschen Pass tonächst in de Swiez un mit en körten Tüschenstatschoon in Paris in dat duersam Exil nah Zürich. Dor entstunnen in de folgend Johren de Zürcher Kunstschriften, ünner annern Die Kunst und die Revolution, Das Kunstwerk der Zukunft un sien groot musiktheoretische Schrift Oper und Drama.

In en regen Breefuttuusch mit sien Früennen Franz Liszt, August Röckel un Theodor Uhlig hett he sien tokünftig künstlerisch Ambitschonen entwickelt un verkloort. Mit sien nee Opernentwurf Wieland der Schmied hett Wagner weer in Paris sien Glück versöcht, harr aber ok weer kien Spood. He hett de jung Jessie Laussot kennenlehrt, de in unglückelk Ehe bunnen weer un is hör nah Bordeaux folgt. He wull mit hör nah Grekenland flüchten un sien bitherig Leven achter sück laaten. Dat hull aber blots en paar Week an un he is nah sien Fru nah Zürich trüggkehrt. An’ 28. August 1850 wurr in Afwesenheit vun Wagner dör Franz Liszt in Weimar Lohengrin eerstupführt.

Wagner hett 1852 Otto un Mathilde Wesendonck kennenlehrt un fung (nah en Kur in de Waterheilanstalt Albisbrunn) mit de Dichtung to’n Ring des Nibelungen an. He hett ok Georg Herwegh kennenlehrt, en Weggenossen vun Karl Marx, de geern mit hüm diskutteeren un wannern dee. Wagner hett wiet Bargtouren maakt, ünner annern hett is he mehrere Week to Foot nah Italien wannert. Dorbi hett he denn ok ideale Szenenbiller för sien Ring för sück sehn. An’ 16. Februar 1853 hett Wagner eerstmals apenlich sien komplette Ring-Dichtung an veer Abenden in’ Hotel Baur au Lac in Zürich leest.

In’ Mai 1853 geev Wagner enthusiastisch upnommen Konzerte mit Utsnitten ut eegen Warken in Zürich. In’ Juli kreeg he Besöök vun Liszt; de beid un mit Herwegh hett he denn up Bröerschap drunken. In’ September is he weer nah Italien reist, wo hüm de Oor-Idee to’n musikalischen Anfang vun den Ring des Nibelungen infull un wo he dat Rheingold-Vörspeel konzipeeren dee. An’ 10. Oktober weer Wagner bi Liszt in Paris un hett dor to’n eersten Mal de sien Dochter Cosima sehn, de dormals 15 Johr old weer. He fung an mit de Rheingold-Kompositschon un harr de binnen dree Maan in’ Januar 1854 afslooten.

1854 hett Richard Wagner up Empfehlung vun Herwegh Schopenhauer sien Hööftwark, Die Welt als Wille und Vorstellung leest. In dat glieker Johr fung he mit de Konzeptschoon vun Tristan und Isolde an. 1855 geev Wagner mehrere Konzerte in London. 1856 hett he en Gnadengesöök an den sassischen König richt. In de Tüschentiet leev he up den „Grünen Hügel“ neben de Villa Wesendonck in Zürich, hett an den Siegfried un later an Tristan und Isolde arbeit un hett - as musikalisch Studien to’n Tristan - fiev Gedichte vun Mathilde Wesendonck (Wesendonck-Lieder) vertoont. An’ 18. August 1857 wurrn Hans von Bülow un Cosima in Berlin traut un hebbt hör Hochtietsreis to Wagner nah Zürich maakt. 1858 spitz sück de Affäär vun Wagner Mathilde Wesendonck to: Nahdem Minna de schwärmerisch Früendschap vun hör Mann to de verheiraadt Mathilde Wesendonck updeckt un en Eklat provozeert harr, hett sück Wagner vun sien Fru trennt. He reis nah Venedig, wo he den tweeten Akt vun den Tristan komponeeren dee, sien Fru truck nah Dresden.

Wannerjohren (1858–1866)

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In’t Fröhjohr 1859 muss Wagner ut politischen Grünnen dat dormals ünner öösterrieksch Verwalten stahn Venedig verlaaten. He is denn nah Luzern fohren un hett in dat Hotel Schweizer Hof den Tristan to’n Enn’ brocht. Dornah gung he weer nah Paris, wohen Minna hüm folgt is. In Fürstin Pauline von Metternich un Marie von Kalergis (later Fürstin Muchanoff) funn he nee Geldgevers, de hüm dat mögelk maken deen, dat he Konzerte in Paris un Brüssel maaken kunn. In’ August 1860 kunn Wagner nah en Deelamnestie dör den sassischen König weer düütsch Grund betreden.

1861 studeer Wagner an de Opéra Garnier in Paris en nee verfaat franzöösch Faaten vun sien Tannhäuser in, för de he de eerste Szene nee komponeert un en Ballett infüügt harr. Dat franzöösch Publikum harr aber woll doch anner Verwachten in dat Wark harrt, so dat dat to’n Tannhäuser-Schandaal keem. Nah Wagner sien Meenen harr de Dirigent vun de Upführen Pierre-Louis Dietsch de Produktschoon saboteert. Nah de darte dör eenig Tüschenroopen stört Upführen truck Wagner sien Wark torüch. Paris harr hüm weer kien Spood brocht. Wagner hett Paris verlaaten, hull sück denn in Karlsruhe, Venedig und Wien up, gung nah eenig Weeken aber weer nah Paris torüch, um in’ Updrag vun den Musikverlegger Franz Schott ut Mainz mit sien nee Arbeit Die Meistersinger von Nürnberg antofangen. Anfang 1862 truck he nah Biebrich, um de Musik to de Meistersingers to komponeeren.

 
De jung König Ludwig II. von Bayern in dat Johr 1864

En nee Tosommendrapen mit Minna Anfang 1862 in Biebrich führ dorto, dat sück dat Ehepaar endgültig trennen dee. In dat glieker Johr hett de König vun Sassen tegenöver Wagner en vullständig Amnestie erlaaten. Mit Hülp vun sien Früend un Günner Wendelin Weißheimer kunn he denn eerstmals weer en Konzert in sien Heimatstadt Leipzig geven. In Weimar hett he Franz Liszt weer drapen. In’ Juli hett he sück mit de Bülows drapen, dornah bleev he in Wien un hett eenig Maand in Penzing wahnt, um de plaant Eerstupführen vun sien Tristan to begleiten, to de dat aber wegen tallriek Schwierigkeiten gor nich eerst keem. In den Wiener Musikverein geev he eenig umjubelte Konzerte, eerst mals mit Utsnitte ut sien Ring, de sück ok de Kaiserin Elisabeth anhört hett. 1863 geev Wagner Konzerte in Sankt Petersburg, Moskau, Budapest, Prag un Karlsruhe, de künstlerisch spoodriek weern, aber nich dat an Geld inbringen deen, wat man verwacht harr. An’ 28. November hebbt sück Wagner und Cosima in Berlin gegensiedig hör Leev verklort. In Fröhjohr 1864 is Wagner vör de Stüerfahnung un Glöövigers ut Wien flücht un hett Eliza Wille in Mariafeld bi Zürich besöcht.

Wagner weer in groot finanziell un persönlich Not. Sien letzt Rettung weer, dat König Ludwig II. hüm an 4. Mai 1864 in München empfangen dee. Ludwig II. harr eerst wenig Week tovör as 18johrig de Regentschap vun sien storven Vader Maximilian övernommen. Wagner weer nich blots sien leevste Komponist, sonnern wurr ok sien „väterlicher“ Früend un Berader. De König bleev bit to de Dood vun Wagner de sien Mäzen. In disse herutragen Stellung nehm Wagner Infloot up politische Entscheeden vun den jungen König un hett verscheeden politisch Schriften verfaat. Den Juni un Juli vun dat glieker Johr hett Cosima bi Wagner in dat Huus Pellet an’ Starnberger See verbrocht, wo se hör Leevbeziehung beseegelt hebbt. De König hett hüm en Huus in München, in de Brienner Straat, as Wahnsitz to Verfügung stellt. An’ 10. April 1865 wurr Isolde, dat eerste gemeensam Kind vun Cosima von Bülow un Richard Wagner in München boren. An’ 10. Juni funn de Eerstupführen vun Tristan und Isolde in München statt. An’ 17. Juli fung Wagner an, sien Autobiographie Mein Leben to dikteeren. Wegen bannig Proteste vun de Bevölkerung un de Regeeren, de Wagner un Ludwig II. Verschwendungssucht vorhullen, hett Wagner Bayern verlaaten un is weer in de Swiez trucken. He hett vörövergahnd en Landhuus bi Genf miet, hett sück dor inricht un fung an, de Kompositschoon vun den eersten Akt vun de Meistersingers forttosetten. Up de Söök nah en düersamen Wahnsitt is he nah Toulon, Lyon un Marseille reist.

Asyl in Tribschen (1866–1872)

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Dat Landhuus in Tribschen

Intüschen weer sien Minna an’ 25. Januar 1866 in Dresden storven: Enn’ März hett Wagner dat bi Luzern liggend Landhuus Tribschen anhüert un is dor an 15. April intrucken. De ünnerbraken Kompositschoonsarbeit an de Meistersingers hett he denn ok weer upnommen. An’ 22. Mai – sien dreeunfofftigste Gebortsdag – kreeg he överraschend Besöök vun König Ludwig. De wull as König afdanken un bi Richard Wagner blieven, de aber den jungen König dorvan övertüügen kunn, nah München torüchtogahn.[7] Wenig Maand later truck Cosima mit hör beid Bülow-Kinner (Daniela un Blandine) un de Wagner-Dochter Isolde bi hüm in. Eva (Eva Maria), dat tweet Kind vun Cosima un Richard Wagner wurr dor an’ 17. Februar 1867 boren. De Eerstupführen vun de Meistersinger funn an’ 21. Juni 1868 in München statt. An’ 8. November is he in Leipzig to’n eersten Mal mit Nietzsche tosommendrapen. Af den 16. November leev Cosima för immer bi Wagner un fung an’ 1. Januar 1869 an hör Daagbook to schrieven. Friedrich Nietzsche, siet körten Perfesser in Basel, keem nu regelmatig (all tosommen 23 Mal) as Gast nah Tribschen un weer ok dorbi, as an’ 6. Juni 1869 Siegfried, dat darte Kind vun Cosima un Richard Wagner boren wurr. An’ 22. September funn up Veranlassung vun König Ludwig, aber tegen den Willen vun Wagner, in München de Eerstupführen vun den Rheingold statt. Ok de Eerstupführen vun de Walküre passeer, ahn dat Wagner tostimmt harr, de de Ring blots vullstännig upführen wull, an’ 26. Juni 1870 in München.

An’ 18. Juli 1870 wurr de Ehe vun Cosima un Hans von Bülow schett, an’ 25. August wurrn Cosima un Richard Wagner in de protestantisch Kark vun Luzern troot. An’ 25. Dezember 1870 funn de Eerstupführen vun dat Siegfried-Idylls, as Gebortsdagsgeschenk för Cosima up de Trapp in dat Huus vun Richard Wagner in Tribschen statt. 1871 Wagner Bayreuth as Festspeeloort utwählt un künnig eerstmals Festspelen to de Upführen vun den Ring des Nibelungen an. In’ April is Wagner mit Cosima över Bayreuth nah Berlin reist, wo se vun Otto von Bismarck empfangen wurrn. En finanziell Ünnerstütten vun de plaant Festspelen dör dat Düütsch Riek geev dat aber nich. Um de Festspelen finanzeeren to können, wurrn af 1872 Wagnervereens grünnd un Patronatsschiens verköfft, en wichtig Rull speel dorbi Marie Gräfin Schleinitz, de Wagner 1863 kennenlehrt harr un hüm tietlevens enthusiastisch fördern dee. In’ Fröhjohr is Wagner mit sien Familie vun Tribschen nah Bayreuth umsiedelt un kunn dor an’ 22. Mai den Grundsteen för sien Festspeelhuus leggen.

 
Villa Wahnfried in Bayreuth
 
Richard Wagner in Bayreuth, Huus Wahnfried. An’t Klaveer Franz Liszt.
 
Da Richard-Wagner-Festspeelhuus in Bayreuth

De Bayreuther Johren (1872–1881)

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1872 hett Wagner mit Cosima un den Kinnern Tribschen verlaaten, um nah Bayreuth to trecken, toeerst in dat Hotel Fantaisie neben dat glieknamig Slott in Eckersdorf, ca. 7 km vun Bayreuth, denn in en Stadtwahnen. 1873 weer Wagner völ up Konzertreisen, um Geld för sien Festspeel-Stiften intospelen. Bruckner un Nietzsche weern to Besöök in Bayreuth. An’ 2. August 1873 weer dat Richtfest vun dat festspeelhuus. In dit Johr harr Friedrich Nietzsche sien eerst swoor Krankheitsanfälle. Ok Wagner harr to völ um de Ohren un harr in de letzt teihn Johren vun sien Leven regelmatig Hartanfälle.

In’ Dezember 1873 kreeg he den Königlichen Maximiliansorden för Kunst un Wetenschap, de he eenig all 1864 hemm sullt harr, de he dormals aber ut politisch-persönlich Överleggen nich annommen harr.

An’ 28. April 1874 sünd Cosima un Richard Wagner in dat Huus Wahnfried intrucken. De Partitur vun den Ring des Nibelungen wurr an’ 21. November 1874 fardig un König Ludwig widmet, de - nah länger Zögern - mit en tosätzlich finanziell Ünnerstütten dat Festspeelünnernehmen retten dee, as Wagner sien eegen Middel un ingahn Spenden nich mehr recken deen.

Dat Festspeelhaus weer 1875 so wiet fardigstellt, dat all mit de Proben anfungen wurrn kunn. In dat Bayreuther Festspeelhuus harr Wagner en „unsichtbares Orchester“ anleggen laatem, in dem de Orchestergraben mit en Afdeckung to dat Publikum hen afschermt wurr („mystisch Afgrund“), so dat de Konzentratschoon vun de Tokiekers eenzig up de dramatisch Hanneln un de akustisch Wohrnemmen vun de Musik richt wurrn kunn, ahn dat deren Toonmaken sichtbor wurr. As sück denn aber ok wiesen dee, weer dör disse Inrichten ok en besünner Klangqualität reckt wurrn. De eenzigoordig Akustik vun dat Huus foot dorup, dat de Ruum en Holtbau is un de Tokiekerruum kien Logen an de Sieden hett. De Sitten hebbt kien Polster, so dat weniger Schall schlaaken wurrn. De Idee to disse Anlaag vun dat Festspeelhuus geiht torüch up dat Theater in Riga, wo Wagner in en Oord Schüer dirigeeren muss, de dör en Bretterwand ünnerdeelt weer, vun deren Akustik he aber begeistert weer.

In Anwesenheit vun Kaiser Wilhelm I. fungen an’ 13. August 1876 de eersten Bayreuther Festspelen mit de vullständig Upführen vun den Ring des Nibelungen an. In’ September is Wagner nah Italien reist un harr en letzt Begegnung mit Nietzsche in Sorrent. In de Johren 1877 bit 1879 hett Wagner in sien Huus Wahnfried an den Parsifal arbeit. Wiels en London-Upenholt wurr he dör Königin Victoria vun Grootbritannien empfangen. An’ 31. Dezember 1879 is Wagner weer nah Italien verreist un hull sück in’t Fröhjohr överwiegend in Neapel, Ravello, Siena un Venedig up. Dor entstunnen ok sien so nömmten „Regeneratschoonsschriften“ (Religion und Kunst), de in de vun Hans von Wolzogen herutgeven „Bayreuther Blättern“ rutgeven wurrn.

In’ November 1881 is de gesundheitlich anslahn Wagner wegen dat günstigere Klima mit sien Familie nah Sizilien un hett dor an’ 13. Januar 1882 in Palermo den Parsifal fardigstellt, de in dat sülvig Johr bi de tweet Bayreuther Festspelen an’ 26. Juli eerstmals upführt wurr. Tovör geev dat in München en Privatupführen vun dat Parsifal-Vörspeel für König Ludwig; dat weer deren letzte Begegnung.

 
Richard Wagner an’ Vöravend vun sien Dood (Teknung vun Paul von Joukowsky)

Dood in Venedig 1883

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An’ 16. September 1882 is Wagner mit sien Familie weer nah Venedig reist, wo he ok mehrere Week mit Franz Liszt tosommen weer. An’ 25. Dezember geev he (as Gebortsdagsgeschenk för Cosima) letztmals en gemeensam Konzert in dat Teatro La Fenice; he hett dor sien Jöögd-Symphonie in C-Dur dirigeert.

 
Wagner sien Graff in Bayreuth: „Die Welt hat zu wissen, wer hier liegt“ R.W.

An’ 13. Februar 1883 hull he sück in dat vun hüm un sien Familie bewahnt Siedenflögel vun den Palazzo Vendramin-Calerghi up. Um de Middagstiet, gegen 15 Ühr, hett de Familie bi Disch up Wagner töövt, de trotz Hartkrampen in sien Arbeitszimmer an en Upsatz Über das Weibliche im Menschlichen schreev. Dat Huusdeern funn hüm tosommensunken an sien Schrievdisch över de Wöör: „Gleichwohl geht der Prozeß der Emanzipation des Weibes nur unter ekstatischen Zuckungen vor sich. Liebe - Tragik“. He hett noch seggt: „Meine Frau und der Doktor“, bevör he in Bewusstlosigkeit full un gegen 15.30 Ühr in Cosima hör Arms storven is.

De Bildhauer Augusto Benvenuti hett an’ 14. Februar de Doodenmaske afnommen, an’ 16. Februar wurr de inbalsameert Liek vun Wagner, begleit von sien Familie un eenig Früennen, in twee Sonnerwagens, de an den Toog ut Venedig anhangt wurrn weern, över München nah Bayreuth överführt. Nah Ankunft an’ Sönndag, den 18. Februar, in Bayreuth wurr de Sarg ünner de Klänge vun den Truurmarsch ut Götterdämmerung ünner Andeelnahm vun de Bayreuther Bevölkerung vun den Bahnhoff to de Villa Wahnfried leit un in de vörbereit Gruft in den Goorden bisett.

Wirken vun Wark un Persönlichkeit

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Intentschoon vun Wagner

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Wagner wull dat ut sien Sicht „dekadent“ Theater reformeeren un mit Hülp vun sien Kunst to en beter Volks-Ertrecken bidragen un somit de Welt verbetern. All in jung Johren weer he vun de Idee beherrscht, Musik un Drama to verknütten (Das Kunstwerk der Zukunft, Oper und Drama) un in Anlehnung an de Traditschoon vun de greeksch Tragödien en nee Kunstricht to begrünnen. In sien Schriften hett he immer weer beschreeven, wu mit Hülp vun Musik dramatisch Hanneln to „Botschapen“ wurrn könnt un de Musik (dat weiblich „gebärende Element“) de Dichtung (de männlich „tüügend Samen“) tosätzlich Utdruckskraft gifft.

Die Wissenschaft hat uns den Organismus der Sprache aufgedeckt; aber was sie uns zeigte, war ein abgestorbener Organismus, den nur die höchste Dichternot wieder zu beleben vermag, und zwar dadurch, dass sie die Wunden, die das anatomische Seziermesser schnitt, dem Leibe der Sprache wieder schließt, und ihm den Atem einhaucht, der ihn zur Selbstbewegung beseele. Dieser Atem aber ist: – die Musik! (Richard Wagner in Oper und Drama)

Sien Konzeptschoon hett he mit Macht vertreden un hett mit dat Teel arbeit, sien Kunst-Idealvörstellen - in Form vun Festspelen an en Oort vun de Muße – to verwirklichen. In König Ludwig II. funn he en Gliekgesinnten, so dat beid hör Kunst-Ideale (Festspeelhuus, Musikschule, Kunsterziehung) in München dörsetten wullen. Dat Vorhaben klapp aber nich un kunn dör beid eerst later in Bayreuth verwirklicht wurrn. Dor entwickel sük dat Festspeelkonzept vun Wagner vör allen mit sien Bühnenweihfestspeel Parsifal to en „Religionsersatz“ dör de Kunst (Religion und Kunst).

Wagner sien Warken sünd en Hööchpunkt vun de romantisch Musik un hebbt völ Komponisten ut sien Tiet aber ok vun de nahfolgend Generatschonen bannig beinfloot. Vör allen de Tristan broch de Musikspraak vun dat 19. Johrhunnert wiet vöran un gellt för völ as Utgangspunkt vun de Modern Musik.

 
De so nömmt Tristan-Akkord (Musiktheorie)
Tristan und Isolde – Vörspeel

Dat bedraapt vör allen de Harmonik. Wiels de Epoche vun de Klassik bit to de Dood vun Ludwig van Beethoven de Melodik de vörrangig Beriek vun de Utfinnenskraft weer un as persönlich Spraak vun de Komponisten ankeeken wurr, trett mit Wagner un Liszt de Harmonik in den Vördergrund. Mit den Tristan, de sien eerst Akt 1857 komponeert wurr, führt Wagner de wiet över den Stand, up den Brahms noch 1892 in sien laat Klaveerstücken op. 117 bit 119 bleev.[8] Se is dat Rebeet, up dat sück sien Phantasie entfaltet, en charakteristischen Personalstil entwickelt un dör de jeweilige dramatische Situatschoon vun dat wat passeert in Grenzen hollen wurrd, sück also nich in dat Unendliche verlüst. De Infloot vun Wagner up de Musikgeschichte kann man all dorut sehn, dat över hunnert Johr nah de Kompositschoon vun dat Wark de komplexen harmonischen Verlööp vun den „Tristan-Akkord“ utnannerklamüüstert un ünnerscheedlich interpreteert wurrn un vun de Krise vun de modern Harmonielehre snackt wurr.[9] Disse Bewertung wurrd gelegentlich entgegenhollen, dat anner Komponisten vör Wagner bedüüdend harmonisch Nee’ern in de Musik inführt hebbt. Dat gellt etwa för Frédéric Chopin, de sien waagt Chromatik bzw. Harmonik – etwa in eeenig Préludes un Nocturnes – de Lüüd ut sien Tiet överrascht hett.

Dat kann bi Wagner sien Infloot, vun de sück völ versöcht hemm wegtokommen, todem nicht vun en liekloopen gliekförmigen Entwicklung spraken wurrn. Komponisten as etwa Pjotr Iljitsch Tschaikowski un Antonín Dvořák hebbt sück noch in „traditionellen“ harmonischen Bahnen beweegt, wiels vör allen Richard Strauss un Gustav Mahler de wagnersche Tonspraak övernehmen.

Gattungsgeschichtlich liggt Wagner sein Bedüüden in de Wiederentwicklung vun de so nömmt Nummernoper to’n Musikdrama. Wiels etwa Weber sien Freischütz en Affolg vun eenzeln Nummers (Arien, Duette, Chöre etc.) dorstellt, de dör spraaken Rezitative mitnanner verbunnen wurrn, herrscht bi Wagner – vör allen in sien riep Warken – de so nömmt „unendliche Melodie“. Dat Orchester fangt an den Anfang vun en Aktes an to spelen un hörrt es up an dat Enn vun den Akt. Snack wurrd nich. Dat gifft kien Arien mehr, sonnern – sungen – Vertellsels bzw. Monologe, Dialoge etc. De staht aber nich alleen neben- bzw. nahnanner, sonnern wurrd ünnernanner dör de Orchestermusik verwoben. Dorbi bedeent sück Wagner de Leitmotivtechnik, d. h. En bestimmt Person, en Gegenstand oder en Geföhl (Leev, Sehnsucht, Wut) wurrd en bestimmt musikalisch Motiv toordnet, dat immer denn to hören is, wenn de Person, de Gegenstand oder da Geföhl upduuken. Wagner wull „wat docht is“ un „wat föhlt is“ musikalisch utdrücken un hett mit en sückser „afsichtsvull Musik“ en bit dorhen nich kennt „psychologische Wirkung“ bi den Tohörer bewirkt. Mit de Leitmotivtechnik in’ Ring des Nibelungen un bi Tristan und Isolde is hüm dat indrucksvull gelungen. In en Fall sall Wagner sien Musik Emotschonen utlööst hemm, de to den Dood führen deen; so bi den Hartdood vun den Dirigenten Josef Keilberth in’ 2. Akt Tristan in München.

 
Schattenriss von W. Bithorn
 
Porträt vun Wagner vun Pierre-Auguste Renoir, 1882

Wagner as Dirigent

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Wagner hett nahhollend den Dirigeerstil präägt. He dirigeer utwennig un hett de Emotschonalität vun de Musik dör Mimik un Gestik ünnerstreeken, wat bit dorhen nich begäng weer. Vun groot Wirken weer de Upführen vun de 9. Symphonie vun Beethoven, de he an’ Palmsönndag 1846 in Dresden nah völ Proben dirigeeren dee. To’n beteren Verständnis vun de Musik harr Wagner för dit Konzert en Programm mit Stücken ut Goethes Faust drucken laaten. As in Dresden weern dat ok later in Zürich oder London Wagner sien Interpretatschonen vun beethovensch Symphonien, de hüm as Experten för de sien Dirigate utwieist hemm. De Bildhauer Gustav Adolph Kietz, jüngere Bröer vun den Porträtmaler un Wagner-Früend Ernst Benedikt Kietz, schrifft in sien Erinnerungen:

Das Haupt erhoben, den Oberkörper unbewegt, die linke Hand an der Seite ruhend, in der rechten den Taktstock, nicht mit dem Arm, sondern mit dem Handgelenk dirigierend – so steht Wagner in der Aufführung vor dem Orchester. Seine Leidenschaftlichkeit scheint nach außen gebändigt, sie entlädt sich aber im Mienenspiel und vor allem im Blick des Auges, das er als das wichtigste Mittel der Willensübertragung bezeichnet. Indem er auswendig dirigierte – was ihm Kritiker als Koketterie auslegten – behält er die Musiker im Auge, und ein jeder fühlt sich von ihm angesprochen. Vorübergehend setzt er mit dem Taktschlagen aus, um einer melodischen Linie das ‚Sprechende‘ zu verleihen. Aber dann versteht er es, die Musiker mit seinem Stab zu bannen und zum zartesten Pianissimo, zu Ausbrüchen der Verzweiflung, der Begeisterung mitzureißen.

Wagner as Persönlichkeit

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Wagner weer all fröh dorvan övertüügt en Genie to ween. „In fünfzig Jahren werde ich der Beherrscher der musikalischen Welt sein“, hett he seggt. He weer man mit 1,66 Meter nich groot, harr aber en starken Utstrahlung, as sülvst en vun sien gröttsten Kritiker, de Wiener Rezensent Eduard Hanslick faststellen muss:

Er sprach unglaublich viel und schnell, in monoton singendem sächsischem Dialekt; er sprach in einem fort und immer von sich selbst, von seinen Werken, seinen Reformen, seinen Plänen. Er war der personifizierte Egoismus, rastlos tätig für sich selbst, teilnahmslos, rücksichtslos gegen andere. Dabei übte er doch den unbegreiflichen Zauber, sich Freunde zu machen und sie festzuhalten. Die hypnotisierende Gewalt, welche Wagner nicht bloß durch seine Musik ausübte, sondern auch durch seine Persönlichkeit, reicht hin, ihn zu einer der bedeutendsten Erscheinungen, zu einem Phänomen von Energie und Begabung zu stempeln.[10]

Wagner harr „sien Hart up de Tung“ un wunn völ Früenden, de sück för hüm un sien Kunst insetten deen, to’n Bispeel Franz Liszt, Otto von Wesendonck, Julie Ritter un annern. He kunn charmant ween un hett för sück un sien Kunst den Anspröök gellend makt, vun de „Sellschop“ ünnerstütt to wurrn. Man moot bedenken, dat dat dormals noch kien Tantiemen för dat Wedderupführen vun Kunstwarken geev. Sien finanziellen Probleme hett he as „lächerliche Schulden“ ansehn, de man in Tokunft en düchtig grötter „Aktiva“ tegenöverstellen kunn. Eerst dör König Ludwig II. kunn disse „Anspröök“ erfüllt wurrn, wobi Wagner sein wichtigst weer, sien Festspeelidee verwirklichen to können.

Cosima Wagner verstunn dat, hör Idol un hör lateren Ehemann „in dat rechte Lucht“ to setten, bispeelswies dör den „Huusbiographen“ Carl Friedrich Glasenapp, der noch zu Wagners Lebzeiten eine mehrbändige Biographie zu schreiben begann. Sien Autobiographie hett Wagner sien Fru Cosima dikteert un hett den eersten Privatdruck sien „Freund“ König Ludwig II. schunken. Eerst 1911 wurr de Autobiographie rutbrocht. Wagner wurr todem vun verscheeden Malers porträteert, ünner annern vun Franz von Lenbach un Pierre-Auguste Renoir (1882).

Rezeptschoon

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Wagner hett as meest kien anner Künstler polariseert, un bit hüüd befaaten sück de Interpreten vun ünnerscheedlich Disziplinen mit sien völschichtig Wark. Neben Komponisten, de Wagner aflehnen deen, as Brahms und Tschaikowski, geev dat Kritiker as Nietzsche – un later Adorno –, de nich blots up de Gefohren vun den „sinnbetörenden Ruusch“ henwiesen deen, sonner sück ok mit de Wirkungen vun Wagner up de Musik vun de Tokunft, ja vun de gesamt Kultur utnannersetten deen.

 
Nietzsche in dat Johr 1882

Friedrich Nietzsche

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Tonächst harr Friedrich Nietzsche Wagner in sien fröhe Schrift Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik noch as Erneuerer vun düütsch Kultur fiert un hüm in sien Unzeitgemäßen Betrachtungen en eegen Essay Richard Wagner in Bayreuth widmet. Nahdem he sück in Menschliches, Allzumenschliches (1878–1880) vun sien fröheren Afgott so nah un nah lööst harr, hett he later etliche kritische, ja hämische Schriften rutgeven, in de he Wagner, vör allen nah de sien Parsifal, hüm todem Dekadenz, „undüütsch“ Wesens un Sinnbenebelung ünnerstell un sück över dat geistige Niveau vun de so nömmt Wagnerianer in Bayreuth lustig maken dee.

Nietzsche sien Kritik an Wagner is völschichtig, un ofschons se sück vör allen up dat Laatwark, den Parsifal betruck, nehm he nu ok noch de fröheren Warken un den Ring, den he in de Unzeitgemäßen Betrachtungen noch fiert harr, up’t Koorn. As ehmaliger „Schöler“ vun Schopenhauer (Schopenhauer als Erzieher), de sück later tegen den Pessimismus vun sien Lehrer stell, hett Nietzsche de sien Infloot up Wagner utnannerklamüüstert. Nah sien Ansicht harr Wagner as revolutschonärer Denker tonächst in Vertdrääg, Gesetten, Institutschonen dat Übel vun de Welt sehn – dat Verdragsmotiv in’ Ring –, hett sück later sien Weltbild ännert, un dat christlich Motiv vun de Erlösung wurr to’n Middelpunkt. Völ Figuren vun Wagner sullen denn „erlöst“ wurrn. Wagner sien „Schipp“ weer nah de „Gödderdämmerung vun de old Moral“ lang Tiet „lustig up disse Bahn“ (vun den Optimismus) loopen, bit dat up dat „Riff“ vun de Philosophie vun Schopenhauer fohren weer.[11] Wagner harr denn den Ring in dat Schopenhauersche översett: All up de Welt leep scheef, un all geiht togrunnen. So bleev blots dat Nichts, dat Utlöschen, de „Gödderdämmerung“ de Erlösung – un dit Nichts wurr nu vun Wagner ständig fiert. In de anner kört Laatschriften as Nietzsche contra Wagner un Deelen vun Ecce homohett he sien Angreep un Vörwürfe vun de décadence wedderhaalt.

Denn der Parsifal ist ein Werk der Tücke, der Rachsucht, der heimlichen Giftmischerei gegen die Voraussetzungen des Lebens, ein schlechtes Werk. – Die Predigt der Keuschheit bleibt eine Aufreizung zur Widernatur: Ich verachte jedermann, der den Parsifal nicht als Attentat auf die Sinnlichkeit empfindet.[12]

Bi all Kritik an Wagner geev Nietzsche half ironisch to, dat man all ut psychologisch Grünnen nich up Wagner verzichten kunn. Woll weer Georges Bizet sien hell, süüdlich un ditsiedig Welt vörtotrecken tegen de swoor un schwül Atmosphäre vun Wagner, aber kien Psychologe kunn nah sien Ansicht up Wagner verzichten.

Kört vör sien Tosommenbröök in’ Januar 1889 truck Nietzsche in sien Laatwarken Ecce homo, Götzen-Dämmerung un Der Fall Wagner en brennglasordig Bilanz vun sien Denken. In sien letzt Wark, Nietzsche contra Wagner, dat h to Wiehnachten 1888 rutgeven dee, hett he sück schonungslos mit Wagner, den Düütschen un deren décadence utnannersett.

 
Liszt, etwa 1880

Franz Liszt

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Dat Verhältnis tüschen Franz Liszt un Wagner weer nich ahn Spannungen. Mit „Öllerwiesheit“ funnen se aber weer tonanner. Nah Wagner unverwacht Dood schreev Liszt an Olga von Meyendorff:

Die Zeitungen sind voll von Notizen über den Tod des großen Dichterkomponisten […], des unübertrefflichen Gestalters eines Ideals, das vor ihm in der Gesamt-Kunst, Dichtung, Musik und Theaterdarstellung, nicht verwirklicht wurde […] Wagner nur als eine berühmte oder ausgezeichnete Persönlichkeit anzusehen scheint mir eine, wenn auch noch so wenig, törichte Täuschung zu sein. Die Verästelungen seines Geistes kommen aus tiefsten Wurzeln hervor. In Ihm überwiegt das Übermenschliche.

Thomas Mann

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Thomas Mann hett sück in Essays, Vördrääg un sien episch Wark immer wieer mit Wagner befaat. Up de een Siet kunn he sück den Klangruusch vun sien Musik nich enttrecken, up de anner Siet hett he sück in völ Afhandlungen un Breefen immer weer mit de Swaachpunkten vun Wagner utnannersett:

Wagner, das Pumpgenie, der luxusbedürftige Revolutionär, der namenlos unbescheidene, nur von sich erfüllte, ewig monologisierende, rodomontierende, die Welt über alles belehrende Propagandist und Schauspieler seiner selbst…

To’n annern:

Die Passion für Wagners zaubervolles Werk begleitet mein Leben, seit ich seiner zuerst gewahr wurde und es mir zu erobern, es mit Erkenntnis zu durchdringen begann. Was ich ihm als Genießender und Lernender verdanke, kann ich nie vergessen, nie die Stunden tiefen, einsamen Glückes inmitten der Theatermenge, Stunden voll von Schauern und Wonnen der Nerven und des Intellektes, von Einblicken in rührende und große Bedeutsamkeiten, wie eben nur diese Kunst sie gewährt. Meine Neugier nach ihr ist nie ermüdet; ich bin nicht satt geworden, sie zu belauschen, zu bewundern, zu überwachen – nicht ohne Misstrauen, ich gebe es zu. (in Leiden und Größe Richard Wagners)
 
Mann in dat Johr 1937, Foto vun Carl van Vechten

In sien later as Essay rutkommen Vördrag Leiden und Größe Richard Wagners, den he 1933 to’n fievtigsten Doodsdag vun Wagner in München hull, hett he dat wagnersche Levenswark analyseert un hett sück so kritisch mit de Persönlichkeit un de Musik vun Wagner utnannersett, dat dat to en inszeneerten Protest gegen den Schriever keem. Disse „Protest der Richard-Wagner-Stadt München“, de an’ 16./17. April 1933 in de Münchener Neuesten Nachrichten rutkeem un ünner annern vun Hans Knappertsbusch, Richard Strauss un Hans Pfitzner aftekend weer, hett Thomas Manns noch in sien Entsluss bestärkt, nich weer nah Düütschland torüch to kommen. De Verfaater vun den Protest hebbt Mann vörsmeeten, vun de Ideale vun de Betrachtungen eines Unpolitischen afrückt to ween un mit „ästhetisierendem Snobismus“ dat „tiefste deutsche Gefühl“[13] to beleidigen un den „großen deutschen Meister“[14] to verunglimpfen.

Thomas Mann hett in sien Vördrag Richard Wagner und der Ring des Nibelungen 1938 in de Aula vun de Universität Zürich seggt:

Der ungeheure; man kann sagen planetarische Erfolg, den die bürgerliche Welt, die internationale Bourgeoisie dieser Kunst dank gewisser sinnlicher, nervöser und intellektueller Reize, die sie bot, bereitete, ist ein tragikomisches Paradox und darf nicht vergessen machen, daß sie einem ganz anderen Publikum zugedacht ist und sozialsittlich weit hinauszielt über alle kapitalistisch-bürgerliche Ordnung in eine von Machtwahn und Geldherrschaft befreite, auf Gerechtigkeit und Liebe gegründete, brüderliche Menschenwelt.

Theodor W. Adorno

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Adorno in dat Johr 1964

Theodor W. Adorno, de Sozialphilosoph un Musiktheoretiker vun de Tweet Wiener School hett sück ünner annern in sien Book Versuch über Wagner mit dat Wark vun den Komponisten befaat.

Seine Musik gebärdet sich, als ob ihr keine Stunde schlüge, während sie bloß die Stunden ihrer Dauer verleugnet, indem sie sie zurückführt in den Anfang. Die Dynamik der permanenten Regression hat dem Wagnerschen Werk ein Rätselhaftes verliehen, und heute noch bleibt dem Hörer, im Unterschied zu fast jeder anderen Musik, trotz aller Vertrautheit das Unauflösliche des blinden Flecks zurück. Wagner verweigert dem Gehör, das ihn begleitet, die feste Bestimmung und lässt es im Zweifel, ob der Formsinn eines jeden Augenblicks richtig aufgefasst sei.

Marcel Prawy

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Marcel Prawy, de Wiener Dramaturg, Theater- un Musikkritiker kummt in sien Wagner-Hommage to dit Ergevnis:

Man muss diesem Leben Verständnis entgegenbringen, einem Leben, das nur einem Ziel gedient hat: dem Theater seiner Vision. Wagners Leben und Werk sind das phantastische Märchen der Tausend-und-zweiten Nacht […] er wurde am 22. Mai 1813 geboren […] und ist niemals gestorben.[15]

Wagner un de Antisemitismus

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Chamberlain in dat Johr 1895

Antisemitismus in dat Ümfeld vun Wagner

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Felix Mendelssohn Bartholdy mit 30 Johr. Aquarell vun James Warren Childe (Utsnitt), 1839

De Bewertung vun den Antisemitismus vun Richard Wagner is bit hüüd vun verscheeden Perspektiven un Interpretatschonen vun sien Wirken un sien Warken präägt, de in nich unwesentlich Maat sien eegen Ambivalenz in’ Verhältnis to’n Jodendum, Religion in’ Allgemeinen un de politisch Landschap vun sien Tiet wedderspeegelt. Wat Wagner seggt hett, greep jüst de antisemitisch Stereotypen un Reflexe up, de he in Düütschland un Europa vun dat 19. Johrhunnert all vörfinnen dee un deren Oorsprung sück bit to Martin Luther torüchverfolgen lett. De harr sien Antijudaismus in mehreren Schriften all daalleggt , ünner annern in Von den Jüden und iren Lügen (1543). Antisemitismus hörr in dat Ümfeld vun Wagner to’n „gooden Toon“, vör allen wiels de Tiet mit Cosima, de en extreme antisemitisch Instellung harr. Wagner geev antisemitische Stereotype aber nich blots weer, sonnern hett de ok mit Schriften as Das Judenthum in der Musik ok wiederentwickelt.

Wagner harr grooten Infloot up den engelschen Schriever Houston Stewart Chamberlain, Verfaater vun Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts, en Wark, de sien schwärmerisch Germanenkult vun antisemitisch un rassistisch Gedankengoot dörtrucken is. 1908 hett he Wagner sien tweet Dochter Eva heiraadt. Chamberlain gull as en vun de ideologischen Pattmaker vun den natschonalsozialistischen Antisemitismus. He hett mit sien Schriften veröcht, ok de Warken vun Wagner in’ Sinn vun den Natschonalsozialismus umtodüüden.

De Antisemitismus vun Wagner

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Dat Weltbild vun Wagner, in dat sück künstlerisch und politisch-agitatorisch Ambitschonen vermischen dee, weer präägt vun en Lengen nah Upbröök, Ümstört un Revolutschoon, nah en meest nicht nipp un nauer beschreeven nee Kunst un Sellschop dör Ünnergahn vun dat, wat dor is. Sien Motivatschoon weer en sück immer weer wanneln Mischung ut humanistisch-upklorisch Revolutschoon gegen Aristokratie, romantisch Aspekte as de Trüggkehr to de Natuur un dat Aflehnen vun de Industrialiseeren, as ok natschonalistisch Phantasien vun d totale Eenheit vun en Rass oder en Volk.

Ressentiments gegen düütsch Jöden weern vör Wagner en willkommen Ventil för sien utpräägten Minnerwertigkeitskomplex, as eenig Biographen meenen, bispeelswies de Deepenpsychologe Josef Rattner, de in en „Psychogramm“ Wagner sien Antisemitismus as folgt verklort:

Wer so hartnäckig um eine Ideologie des Hasses kreist, bedarf ihrer und kann anscheinend ohne sie nicht leben. Daher muss das antisemitische und rassistische Element in Wagners Persönlichkeit in einem größeren Zusammenhang gesehen werden.[16]

Rattner führt wieder ut, dat Wagner sien Antisemitismus – ok de vun Cosima Wagner – en Mithülp to de Integratschoon in de „vörnehm Welt“ ween weer. Mit dat duersam Sückupreizen an dat Jödendom „vollzog das Ehepaar Wagner ein Ritual“. Se harrn sück dorbi gegensiedig hör „Wohlgeborensein“, hör „Deutschheit“ un tominst hör „rassische Aristokratie“ versekert. Twee ehrgeizige, up Perfektschonismus bedocht Charaktere harrn sück in’ Antisemitismus to en wesselsiedig un afsolute Süvstbestätigung vereenigt.

Sien vun Früenden un Bekannten faken beschreeven Ruhmsucht, sien Hang to Luxus, Verschwendung un Blendwark weern aber jüst de Eegenschapen, de he den Jöden faken vörsmeeten hett. Wagner hörr as sien Geschwister ok to dat Theatermilieu, dat sück dormals vun dat Fohren Volk afsetten un stattdessen börgerlich Anerkennung hemm wull. De jöödsche Emanzipatschoon in’ Toog vun de Gewarffreeheit un dat Uplöösen vun de Beropsverbote un Zünfte wurr vun anner Ünnerprivilegieerten as bedrohlich Konkurrenz sehn.

Bleeven finanziell Spood un Anerkennung ut, so hett Wagner nich selten meent, dat dat an de jöödsch Gegnerschap leeg. De afgünstige Geringschätzung un Diffameeren vun jöödsch Komponisten as Giacomo Meyerbeer un Felix Mendelssohn Bartholdy hett he versöcht, mit Schriften as Das Judenthum in der Musik un den dorup upbauen Brief an Gräfin Muchanow in en allgemeen Theorie to bringen; as Kritiker anführen, um disse persönliche Motivation to överdecken. In dissen Tosommenhang wurrd ok de musikalisch Infloot vun Mendelssohn up Wagner dikuteert. So weern eenig Fröhwarken vun Wagner, as etwa de Columbus-Ouvertüre, deelwies vun Kompositschonen vun Mendelssohn anreegt wurrd. Trotz persöönlich Vörbehollen hett Wagner de Musik vun Mendelsson rühmt; de sien Hebriden-Ouvertüre hett he 1879 in den Bayreuther Blättern as „eines der schönsten Musikwerke, die wir besitzen“ betekent.

Wagner sien Insatz för den Deertenschuul an’ Enn’ vun sien Leben harr ok antisemitische Anklänge. Anlehnt an Schopenhauer hull he Schächtung un Vivisektion för twee Sieden vun een Medaille un Utdruck vun en „Jüdischen Medizin“.[17] Wagner hett ünner annern in en apen Breef dat[18] Anliggen vun de Deertenschuulbewegen in’t Kaiserriek ünnerstütt. Wagner hett betoont, dat de Minschheit dör Verzicht up Fleeschgenoot to en höhgeren moralisch Dasein kommen kunnen, wurr aber sülvst nich Vegetarier.

Wagner sien Schriften un Ütern över un gegen Jöden umfaaten en wiet Spektrum. Dat reck vun leegsten, affektiven Tiraden över de anspraaken Theorien bit hen to meest versöhnlichen Tööns un de – as eenig Historiker un Musikkritiker meenen – to en Identifizeeren mit den Butensietrulle vun de Jöden as well, de sück wülvst as Butensieder empfunn.

Wagner hett Früendschapen to jöödsch Landslüüd pleegt as sien Helper Carl Tausig, Joseph Rubinstein, Angelo Neumann un de berühmt Songerin Lilli Lehmann. Bemarkenswert is, dast he an’ Enn’ vun sien Leven de Parsifal-Eerstupführen Hermann Levi anvertroon de, de ok to sien jöödschen Früendekrink tellen dee un Söhn vun en Rabbiber weer. Of dat en Wedderspröök to sien antisemitisch Ütern is un in wu wiet de dordör relativeert wurrn, is Gegenstand vun de Debatte. De Musikkritiker Joachim Kaiser hett anverscheeden Stäen dorup henwiest, dat sück antisemitisch Ütern in dat, wat Wagner wirklich wichtig weer, nämlich sien musikdramatisch Warken, nich nahwiesen laaten, wenn ok – etwa vun Saul Friedländer un Theodor W. Adorno – de Upfaaten vertreden wurr, eenig Figuren as Mime un Alberich ut den Ring Tüüg vun Jödenkarikaturen wiesen.

En Kongress mit dat Teel vun en wetenschaplich Uparbeiten vun dat Thema Wagner und die Juden funn eerstmals in’ Festspeelsömmer 1998 in Bayreuth ünner Bedeeligung vun Wetenschaplern ut Düütschland, Israel und den USA statt, de Bidrääg un de to’n Deel düchtig kontrovers Diskussionen wurrn ünner de Herutgeverschap vun Dieter Borchmeyer un annern publizeert.[19]

Wagner un Hitler

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De tradeert Wagner-Rezeptschoon beschwichtigt, Wagner sien journalistisch Antisemitismus weer en Randnotiz bleven, wenn nich dat natschonalsozialistisch Regime ünner Adolf Hitler hüm verinnahmt harr. De harr hüm to den düütschen Komponisten par excellence hooch jubelt un in sien Neddergang Wagner sien Musiktheater för en mortalen Endtiet-Kult missbruukt.

Wiels sien Wiener Tiet gung Hitler regelmatig in de Oper un hett sück intensiv mit Wagner befaat. As Vörbild vun eegen Levensvisionen weer Wagner för hüm en vergöddert Idol.[20] As Joachim Fest beschrifft, hett de inbild Nahfolfge de „Verführung durch den romantischen Geniebegriff deutlich“ (maakt), de in Wagner sien Erfüllung un Entgleisung funnen harr. De eskapistischen Drööms vun den scheiternden, in’t Männerheim leven Künstlers Hitler harrn sück an dat Genie vun vun Wagner entzünd. Hitler het nahderhen verkloort, mit Utnahm vun Wagner kien Vörlöper harrt to hemm un hett Wagner as de „größte Prophetengestalt, die das deutsche Volk besessen“ harr betekent.[21]

 
Original-Broschur 1869

In sien Broschüre Das Judenthum in der Musik (1869) schrifft Richard Wagner ahn notwennigen Betoog up de musiktheoretische Polemik vun’ „natürlichen Widerwillen gegen jüdisches Wesen“ un: „Der Jude ist nach dem gegenwärtigen Stande der Dinge dieser Welt wirklich bereits mehr als emanzipiert: er herrscht, und wird solange herrschen, als das Geld die Macht bleibt, vor welcher alles unser Thun und Treiben seine Kraft verliert“. An de Jöden richt slutt he mit de Wöör: „Aber bedenkt, dass nur Eines eure Erlösung von dem auf euch lastenden Fluche sein kann: die Erlösung Ahasvers, - der U n t e r g a n g !“ (so sparrt in’t Original).

Richard Wagner harr dissen Text all 1850 in de Neuen Zeitschrift für Musik ünner dat Pseudonym „K. Freigedank“ publizeert. 1869 is he dormit weer an de Apenlichkeit treden, ditmal aber ünner eegen Naam un mit en Anhang (S. 31–57), de den oorsprünglichen Upsatz an Jödenhass un Demagogie överdrapt. Dorin heet dat gegen Enn’ in tückisch Resignatschoon, aber liekers appellativ: „Ob der Verfall unserer Cultur durch eine gewaltsame Auswerfung des zersetzenden fremden Elementes aufgehalten werden könne, vermag ich nicht zu beurtheilen, weil hierzu Kräfte gehören müssten, deren Vorhandensein mir unbekannt ist.“ Dat is nich antonehmen, dat Hitler disse Schrift nich kennt hett. Jedenfalls hett sück de scheitert Künstler Hitler, den Massenerschütterer un Grootmeester vun dat Musiktheater verfallen,[22] to’n Vullstrecker vun sien Propheten maakt.[23]

Dat up de Jöden münt Begreepspaar „Dämon“ un „Verfall“ duukt toeerst bi Wagner up.[24] Dat wurrd vun [[Alfred Rosenberg]/ref> As Joachim Fest beschrifft, hett de inbild Nahfolfge de „Verführung durch den romantischen Geniebegriff deutlich“ (maakt), de in Wagner sien Erfüllung un Entgleisung funnen harr. De eskapistischen Drööms vun den scheiternden, in’t Männerheim leven Künstlers Hitler harrn sück an dat Genie vun vun Wagner entzünd. Hitler het nahderhen verkloort, mit Utnahm vun Wagner kien Vörlöper harrt to hemm un hett Wagner as de „größte Prophetengestalt, die das deutsche Volk besessen“ harr betekent.] in en antisemitisch Schrift van 1923 upgreepen: „Als eines der Vorzeichen dieses kommenden Kampfes […] steht die Erkenntnis des Wesens des Dämons unseres heutigen Verfalls […]“[25] un duukt sinngemäß bi Hitler weer up. De Dämon wurrd to’n „Polypen“, en faken bruukt Karikatur-Motiv gegen Jöden. Verfall wurr to „Umstrickung“: „Werden unser Volk […] das Opfer dieser blut- und geldgierigen jüdischen Völkertyrannen, so sinkt die ganze Erde in die Umstrickung dieses Polypen […]“[26]

Hitlers Lieblingsopern weern Rienzi, der letzte der Tribunen, Götterdämmerung un Parsifal. Hitler hett 1923 Cosima un Winifred Wagner in Bayreuth kennen lehrt un nehm later as „Führer“ per Verfügung Infloot up de Festspelen hensichtlich vun dat Programm un de Regie, to’n Bispeel bi Parsifal. As ehmalg Postkortenmaler Ideen to dat Bühnenbild vun en vun de hööchstrangigst Musikfestivals in Düütschland bitostüern, verschaff Hitler persöönlich Genugtuung un dat Geföhl vun Anerkennung bi dat düütsch Börgerdom. Dat Thema Wagner un Hitler wurrd siet Johrteihnten publizistisch behannelt, bispeelswies vun Hartmut Zelinsky un Joachim Köhler. Köhler versöcht in sien Book Wagners Hitler, den Infloot vun de wagnerschen Gedankenwelt up Hitler un de sien Hanneln nahtowiesen. Ok Thomas Mann hett sück immer weer mit de Thematik befaat: „Es ist viel Hitler in Wagner.“[27]

In Israel is Wagner immer noch düchtig ümstreeden. De apenlich Upführen vun sien Warken is praktisch nich mögelk. So führ de vun Daniel Barenboim dirigeert Upführen vun dat Vörspeel to Tristan und Isolde in’ Juli 2001 to en Eklat,[28] en Kritik vun dat Wiesenthal-Zentrum un vun den dormaligen Börgermeester vun Jerusalem, Ehud Olmert. Anner Wagner-Upführen weern all vörher dör Proteste von Holocaust-Överleeven verhinnert wurrn. An’ 14. November 2010 wurr de eerst Wagner-Sellschop in Israel grünnd.[29] In de Wagner-Festspeelstadt Bayreuth speel dat Israel Chamber Orchestra in’ Juli 2011 dat Siegfried-Idyll. De Tabu-Bröök, dat en israeelsch Orchester sien Musik speel, bewark deelte Reaktschonen.[30] Ok en för den 18. Juni 2012 an de Universität Tel Aviv plaant Konzertavend mit Warken vun Wagner wurr in’ Vörfeld vun de Universität afseggt, wiels de Veranstaltung „eine rote Linie“ överpedden un de „Gefühle der israelischen Öffentlichkeit im Allgemeinen und der Holocaust-Überlebenden im Besonderen verletzen“ würr.[31]

Warken

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De Köpp vun Richard Wagner an’ Dalí-Pütt in’ Gorden vun dat Castell Pubol

Musikdramatisch Warken

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Blots de folgen teihn Warken hett Wagner för Upführen in dat Festspeelhuus up den Grönen Hügel in Bayreuth utwählt:

  • Der Fliegende Holländer WWV 63 (1840–1841, UA: 2. Januar 1843 Königlich Sächsisches Hoftheater Dresden. Överarbeit 1852 (Zürich) un 1864 (München))
  • Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg WWV 70 (1842–1845, UA: 19. Oktober 1845 Königlich Sächsisches Hoftheater Dresden. Överarbeit 1847, 1860 (Eerstdruck vun de Partitur, so nömmt „Dresdener Faaten“), 1861 (Paris, in franzöösch Spraak), 1875 (Wien, so nömmt. „Pariser Faaten“)
  • Lohengrin WWV 75 (1845–1848, UA: 28. August 1850, Großherzogliches Hoftheater Weimar.)
  • Der Ring des Nibelungen (betont: Nibelungen) WWV 86, mit ver Deelen:
    • Vöraven: Das Rheingold (1851–1854, UA: 22. September 1869 Königliches Hof- und Nationaltheater München)
    • Eerst Dag: Die Walküre (betont: Walküre) (1851–1856, UA: 26. Juni 1870 Königliches Hof- und Nationaltheater München)
    • Tweet Dag: Siegfried (1851–1871, UA: 16. August 1876 Festspielhaus Bayreuth)
    • Dart Dag: Götterdämmerung (1848–1874, UA: 17. August 1876 Festspielhaus Bayreuth)
  • Tristan und Isolde WWV 90 (1856–1859, UA: 10. Juni 1865 Königliches Hof- und Nationaltheater München)
  • Die Meistersinger von Nürnberg WWV 96 (1845–1867, UA: 21. Juni 1868 Königliches Hof- und Nationaltheater München)
  • Parsifal WWV 111 (1865–1882, UA: 26. Juli 1882 Festspielhaus Bayreuth) – „Bühnenweihfestspeel“

Sonstig Musikwarken

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  • Symphonie C-Dur
  • Symphonie E-Dur (unvullendet, dat gifft blots twee Satzen)
  • Das Liebesmahl der Apostel, eine biblische Szene für Männerstimmen und großes Orchester (1843)
  • Fantasie för Klaveer in fis-Moll (1831)
  • 3 Klaveersonaten
    • Klaveersonate in B-Dur (1831)
    • Klaveersonate in A-Dur (1832)
    • Klaveersonate in As-Dur (1853)
  • Züricher Vielliebchen-Walzer för Klaveer in Es-Dur (1854)
  • Wesendonck-Lieder
  • Siegfried-Idyll för lütt Orchester (1870)
  • König Enzio-Ouvertüre (1832)
  • Columbus-Ouvertüre (1835)
  • Polonia, C-Dur (1836)
  • Rule Britannica, D-Dur (1837)
  • Eine Faust-Ouvertüre, d-Moll (1844)
  • Huldigungsmarsch für Ludwig II. von Bayern, Es-Dur (1864)
  • Kaisermarsch, B-Dur (1871)
  • Großer Festmarsch, G-Dur (1876)
  • Ankunft bei den schwarzen Schwänen – Albumblatt in As-Dur für Klavier (1861)
  • Albumblatt för Frau Betty Schott för Klavier (1875)

All tosommen sünd nah dat Wagner-Warkverteken (WWV) insluutend all Gelegenheitskompositschonen un Widmungsblööt, aber ahn de Schriften vun Wagner, 113 Warken vertekent.

Schriften

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Wagner hett neben den Inholtsentwürfen, Textfaaten un Analysen vun sien Musikdramen tallriek musiktheoretische, philosophische, politische und belletristische Schriften verfaat un de mit sien Musikdramen af 1871 in sien Sammlung Sämtliche Schriften und Dichtungen herutgeven, de – insluutend de Autobiografie Mein Leben – 16 Bände umfaaten deen. Wagner weer schriftstellerisch produktiver a de meest anner Komponisten. Todem hett he Dusende vun Breef schreven.

De meest vun sien Schriften sünd stilistisch verunglückt un teken sück nich dör en stringent Gedankenführen ut. Neben dröög deduzeeren Stil un Kanzleiprosa finnen sück hymnische Episoden un Gedankenblitze[32]. Gregor-Dellin oordeelt in sien Wagner-Biographie, de Schriften weern mit „Reisszwecken gespickt, ein unverdaulicher Brei, Kanzeleiprosa“, un Ludwig Reiners greep för Bispelen vun slecht Prosa immer weer up Texte vun Wagner torüch.

Für den ebenso kritischen as begeisterten Verehrer Thomas Mann enthollen de Schriften „sehr Wahres und Falsches ineinander geschlungen“ un „höchste Sachkunde neben peinlicher Mitrederei“. Man kann nah sien Ansicht ut Wagner sien Schriften nich vööl över den Verfater lehren. „Wagners siegreiches Werk beweist nicht seine Theorie, sondern nur sich selbst.“

Wu ok immer man sien Schriften beoordeelt, so könnt se doch as Nährboden ankeeken wurrn, ut de sien musikdramatischen Warken hervörgahn sünd. Togliek maken se deren geistigen Achtergrund verständlich.

 
Titelblatt vun de Eerstdruck

As sien wichtigsten Schriften gellen:

  • Eine Pilgerfahrt zu Beethoven (1840)
  • Zu Beethovens Neunter Symphonie (1846)
  • Der Nibelungen-Mythos als Entwurf zu einem Drama (1848)
  • Die Wibelungen. Weltgeschichte aus der Sage (1849)
  • Die Revolution (1849) – die erste von mehreren Kunst-Revolutions-Schriften
  • Der Mensch und die bestehende Gesellschaft (1849)
  • Die Kunst und die Revolution (1849)
  • Das Kunstwerk der Zukunft (1850)
  • Kunst und Klima (1850)
  • Das Judenthum in der Musik (1850, erheblich erweitert 1869)
  • Oper und Drama (1851) – ein Essay über die Theorie der Oper
  • Eine Mitteilung an meine Freunde (1851) Vorstufe zu Wagners Autobiographie
  • Über Staat und Religion (1864) Eine theoretische Abhandlung für König Ludwig II.
  • Deutsche Kunst und Deutsche Politik (1868)
  • Über das Dirigieren (1869)
  • Beethoven (1870)
  • Das Bühnenfestspielhaus zu Bayreuth (1873)
  • Was ist deutsch? (1878) und: Wollen wir hoffen? (1879)
  • Religion und Kunst (1880) plus Nachtrag: Was nützt diese Erkenntnis?
  • Das Bühnenweihfestspiel in Bayreuth (1882)

Wagner sien Autobiografie Mein Leben, de to sien Leevtieden blots in’ Privatdruck in etwa 25 Exemplaren för eng Früenden rutkeem, gellt as kulturhistorisch Dokument vun dat 19. Johrhunnert, ebenso de Daagbookupteken vun Cosima Wagner, de se vun 1869 bit to de Dood vun hör Mann führen dee. Dorin steiht völ Privates, „Nebensächliches“, aber ok tallriek Utspröök un Gespräche vun Wagner bit hen nah sien Drööms.

Literatur

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Över Richard Wagner

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  • Francis Hueffer: Richard Wagner and the music of the future : history and aesthetics, Cambridge, NY [u. a.] : Cambridge University Press, 2009, Facsim. of ed. published: London : Chapman and Hall, 1874, ISBN 978-1-108-00474-9
  • Carl Friedrich Glasenapp: Das Leben Richard Wagners. Sechs Bände. Leipzig 1876–1911
  • Briefe Richard Wagners an eine Putzmacherin (1864-68). Kommentiert von Daniel Spitzer (1877)
  • Wendelin Weißheimer: Erlebnisse mit Richard Wagner, Franz Liszt und vielen anderen Zeitgenossen. 3. Auflage, Stuttgart 1898
  • Ferdinand Pfohl: Richard Wagner, Sein Leben und Schaffen. Ullstein Berlin-Wien 1911
  • Jacques Hartog: Richard Wagner. Meulenhoff Leipzig 1913
  • Paul Bekker: Wagner: das Leben im Werke. Deutsche Verlags-Anstalt 1924
  • Ludwig Marcuse: Das denkwürdige Leben des Richard Wagner. Szczesny München 1963
  • Hans Gál: "Richard Wagner. Versuch einer Würdigung", Frankfurt a.M.: Fischer, 1963. und "Drei Meister - drei Welten. Brahms, Wagner, Verdi", Fischer Frankfurt a.M. 1975
  • Joachim Köhler: Wagners Hitler. Der Prophet und sein Vollstrecker. Blessing München 1977, ISBN 3-89667-016-6
  • Cosima Wagner: Die Tagebücher. Piper München 1977, ISBN 3-492-02199-9
  • Heinz-Klaus Metzger, Rainer Riehn (Hrsg.): Richard Wagner. Wie antisemitisch darf ein Künstler sein? Reihe Musik-Konzepte. Heft 5. Edition Text und Kritik, München 1978, ISBN 3-921402-67-0
  • Martin Gregor-Dellin: Richard Wagner – Sein Leben, sein Werk, sein Jahrhundert. Piper München 1980, ISBN 3-492-02527-7
  • Hans-Joachim Bauer: Reclams Musikführer Richard Wagner. Reclam, Stuttgart 1992, ISBN 3-15-010374-6
  • Karl Richter: Richard Wagner. Visionen. Arun Vilsbiburg 1993, ISBN 3-927940-05-4
  • Dieter David Scholz: Ein deutsches Mißverständnis. Richard Wagner zwischen Barrikade und Walhalla. Parthas Berlin 1997, ISBN 3-932529-13-8
  • Werner Breig, Martin Dürrer, Andreas Mielke: Wagner-Briefe-Verzeichnis. (WBV). Breitkopf & Härtel, Wiesbaden 1998, ISBN 3-7651-0330-6
  • Hannu Salmi: Imagined Germany. Richard Wagner’s National Utopia. German Life and Civilization, Vol. 29. Lang New York 1999
  • Joachim Köhler: Der letzte der Titanen. Richard Wagners Leben und Werk. Claassen, München 2001, ISBN 3-546-00273-3
  • Eckehard Kiem, Ludwig Holtmeier (Hrsg.): Richard Wagner und seine Zeit. Laaber 2003, ISBN 3-921518-95-4
  • Oswald Georg Bauer: Richard Wagner in Würzburg : der Beginn einer theatralischen Sendung. Petersberg, Imhof, 2004 ISBN 3-937251-78-2
  • Udo Bermbach: Der Wahn des Gesamtkunstwerks. Richard Wagners politisch-ästhetische Utopie, Stuttgart/Weimar 2004
  • Martin Geck: Richard Wagner. Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-50661-0
  • Brigitte Hamann: Die Familie Wagner. Rowohlt Reinbek 2005, ISBN 3-499-50658-0
  • Hannu Salmi: Wagner and Wagnerism in Nineteenth-Century Sweden, Finland, and the Baltic Provinces: Reception, Enthusiasm, Cult. Eastman Studies in Music. University of Rochester Press, Rochester NY 2005
  • Friedrich von Hausegger: Richard Wagner – Aus dem Geiste der Musik geboren. Hörbuch. BOD, Norderstedt 2006, ISBN 3-8341-0174-5
  • Constantin Grun: Arnold Schönberg und Richard Wagner. 2 Bände. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, Band 1: ISBN 3-89971-266-8, Band 2: ISBN 3-89971-267-6
  • Elsa Binder: Malwida von Meysenbug und Friedrich Nietzsche. Die Entwicklung ihrer Freundschaft mit besonderer Berücksichtigung ihres Verhältnisses zur Stellung der Frau. Fischer, Schutterwald/Baden 2007, ISBN 978-3-928640-77-0. (Malwida von Meysenbug war eine enge Freundin Wagners und erlebte seinen Bruch mit Nietzsche)
  • Walter Hansen: Richard Wagner. Sein Leben in Bildern. dtv München 2007, ISBN 978-3-423-34457-9
  • Alexander Schmidt: Braune Brüder im Geiste? Volk und Rasse bei Wagner und Hitler – Ein kritischer Schrift-Vergleich. Tectum Marburg 2007, ISBN 978-3-8288-9252-1
  • Sven Friedrich: Der Klassik(ver)führer: Sonderband Richard Wagner. Auricula Berlin 2007, ISBN 978-3-936196-08-5
  • Stefan Lorenz Sorgner, H. James Birx, Nikolaus Knoepffler (Hrsg.): Wagner und Nietzsche: Kultur – Werk – Wirkung. Ein Handbuch. Rowohlt Reinbek 2008, ISBN 978-3-499-55691-3
  • Richard-Wagner-Verband-Leipzig e.V. (Hrsg.): Leipziger Beiträge zur Wagner-Forschung 2. Internationales Kolloquium 1983 in Leipzig. Richard Wagner – Leben, Werk und Interpretation. Sax-Verlag Markkleeberg 2010, ISBN 978-3-86729-046-3
  • Jeongwon Joe/Sander L. Gilman (Hrsg.): Wagner & Cinema, Indiana University Press, Bloomington 2010 ISBN 978-0-253-22163-6
  • Peter Wapnewski: Richard Wagner - die Szene und ihr Meister, Berlin-Verlag Berlin, 2010, ISBN 978-3-8270-0414-7
  • Rüdiger Jacobs: Revolutionsidee und Staatskritik in Richard Wagners Schriften: Perspektiven metapolitischen Denkens, Königshausen & Neumann 2010, ISBN 978-3826042805
  • Oliver Hilmes: Cosimas Kinder. Triumph und Tragödie der Wagner-Dynastie. Siedler Verlag, München 2009, ISBN 978-3-88680-899-1.
  • Oliver Hilmes: Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner. Siedler Verlag, München 2007, ISBN 978-3-88680-836-6.
  • Wolfgang Hofer (Hrsg.): Hans Mayer. Richard Wagner. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 1998.

Över Wagner sien Warken

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  • Peter Ackermann: Richard Wagners "Ring des Nibelungen" und die Dialektik der Aufklärung. Tutzing 1981, ISBN 978-3-7952-0310-8.
  • Udo Bermbach: Blühendes Leid. Politik und Gesellschaft in Richard Wagners Musikdramen, Stuttgart/Weimar 2003
  • Udo Bermbach: Richard Wagner in Deutschland. Rezeption - Verfälschungen. Stuttgart/Weimar 2011.
  • David Boakye-Ansah, Musikdramatische Konstruktionen von Religion in Richard Wagners Ring-Tetralogie, Verlag Dr. Kovac, Hamborg, 2010, ISBN=978-3-8300-4895-4
  • Dieter Borchmeyer, Ami Maayani, Susanne Vill (Hrsg.): Richard Wagner und die Juden, J.B. ’Metzler, Stuttgart, Weimar 2000, ISBN 3-476-01754-0
  • Lothar Bornscheuer: Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen. Ein Meisterwerk des Anarchismus. (PDF-Datei) Rezeption des Nibelungenstoffs, GoethezeitPortal.de, 2005
  • John Deathridge, Martin Geck, Egon Voss (Hrsg.): Wagner Werkverzeichnis (WWV), Schott, Mainz 1986 ISBN 3-7957-2201-2
  • Jens Malte Fischer: Richard Wagners ‚Das Judentum in der Musik‘, Eine kritische Dokumentation als Beitrag zur Geschichte des europäischen Antisemitismus. Insel, Frankfurt/Main 2000, ISBN 3-458-34317-2
  • Sven Friedrich: Richard Wagner, Deutung und Wirkung, Würzburg 2004, ISBN 3-8260-2851-1
  • Sven Friedrich: Der Klassik(ver)führer: Sonderband Wagners Ring-Motive, Auricula, Berlin 2004, ISBN 3-936196-02-8
  • Sven Friedrich (Hrsg): Richard Wagner; Werke, Schriften und Briefe, Digitale Bibliothek, Berlin 2004.
  • Arkadi Junold: Die grand opera bei Berlioz, Verdi und Wagner. Arkadien, Berlin 2011, ISBN 978-3-940863-31-7.
  • Markus Kiesel (Hrsg.), Das Richard Wagner Festspielhaus Bayreuth, nettpress Köln 2007, ISBN 978-3-00-020809-6
  • Richard Klein (Hrsg.), Narben des Gesamtkunstwerks. Wagners Ring des Nibelungen, München 2001, ISBN 3-7705-3565-0
  • Josef Lehmkuhl: „Kennst du genau den RING?“ Eine Reise zu Richard Wagners Der Ring des Nibelungen, Würzburg 2006, ISBN 3-8260-3347-7
  • Josef Lehmkuhl: Gott und Gral Eine Exkursion mit Parsifal und Richard Wagner, Würzburg 2007, ISBN 3-8260-3690-5
  • Josef Lehmkuhl: Der Kunst-Messias; Richard Wagners Vermächtnis in seinen Schriften, Würzburg 2009, ISBN 978-3-8260-4113-6.
  • Rolf Stemmle: Richard Wagners Bühnenwerke erzählt: 1. Holländer – Tannhäuser – Lohengrin, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3686-6; 2. Der Ring des Nibelungen, ISBN 978-3-8260-3134-2, Würzburg 2005; 3. Tristan – Meistersinger – Parsifal, Würzburg 2006, ISBN 978-3-8260-3372-8; 4. Feen, Liebesverbot, Rienzi, ISBN 978-3-8260-4080-1
  • Marc A. Weiner: Antisemitische Fantasien. Die Musikdramen Richard Wagners, Henschel, Berlin 2000, ISBN 3-89487-358-2 (Übers. von Henning Thies), Originaltitel: Richard Wagner and the Anti-Semitic Imagination, University of Nebraska Press, Lincoln/London 1995, ISBN 0-8032-4775-3

Över Wagner-Upführungen

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  • Adolphe Appia: La mise en scène du Drame Wagnerien. Paris 1895
  • Adolphe Appia: Die Musik und die Inszenierung. 1899
  • Adolphe Appia: Über das Bayreuther Festspielhaus. 1902. In: Herbert Barth (Hrsg.): Der Festspielhügel. Richard Wagners Werk in Bayreuth 1876–1976. München 1976, S. 99–103
  • Rolf Badenhausen, Harald Zielske (Hrsg.): Bühnenformen Bühnenräume Bühnendekorationen. Beiträge zur Entwicklung des Spielorts. Berlin 1974.
  • Herbert Barth (Hrsg.): Der Festspielhügel. Richard Wagners Werk in Bayreuth 1876–1976. München 1976.
  • Detta und Michael Petzet: Die Richard Wagner-Bühne Ludwig II. München 1970.
  • Günther Schöne: Das Bühnenbild im 19. Jahrhundert. In: Katalog des Theatermuseums München. München 1959, S. 5–20.
  • Siegmund Skraup: 1924–1944. Die Sprache Bayreuths und die Sprache der Zeit. In: Theater unserer Zeit, Band 2: Der Fall Bayreuth. Basel/Stuttgart 1962.
  • Dietrich Steinbeck: Richard Wagners Tannhäuser-Szenarium. Das Vorbild der Erstaufführungen und der Dekorationspläne. Berlin 1968 = Schriften der Gesellschaft für Theatergeschichte, Band 64, S. 6–12.
  • Dietrich Steinbeck: Inszenierungsformen des „Tannhäuser“ (1845–1904). Regensburg 1964 = Forschungsbeiträge zur Musikwissenschaft (Hrsg. v. Gustav-Bosse-Verlag), Band XIV, S. 70–73, 103–107, 111–112.
  • Richard Wagner: Schriften und Dichtungen. Neun Bände, Leipzig 1872. Band 3: Das Kunstwerk der Zukunft (S. 147–148, 152–153). Band 5: Über die Aufführung des „Tannhäuser“, S. 164–165. Bemerkungen zur Aufführung der Oper „Der Fliegende Holländer“. S. 207–208.
  • Wieland Wagner (Hrsg.): Richard Wagner und das Neue Bayreuth. München 1962
  • Curt von Westernhagen: Das Bühnenbild. Vision – Vorschrift – Verwirklichung. In: Richard Wagner und das Neue Bayreuth. Hrsg. v. Wieland Wagner, München 1962, S. 183–206.

Weblenken

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  Richard Wagner. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.
Noten und Hörbispelen

Enkeld Nahwiesen

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  1. Kirchliches Archiv Leipzig (KAL): Taufbuch Thomas 1811-1817, S. 156
  2. Dieter David Scholz, Ein deutsches Missverständnis. Richard Wagner zwischen Barrikade und Walhalla", Parthas Verlag 1997, S. 22
  3. kiek de Fotografie vun Albert Wagner in Dieter David Scholz, "Ein deutsches Missverständnis. Richard Wagner zwischen Barrikade und Walhalla", Parthas Verlag 1997, S. 12
  4. Burkhard Zemlin: Stadtführer Lutherstadt Eisleben. Bindlach 1996, ISBN 3-8112-0833-0 un Autobiografie Mein Leben
  5. Horst Grimm, Leo Besser-Walzel: Die Corporationen. Frankfurt am Main, 1986; Richard Wagner, Gregor-Dellin (Hrsg.): Mein Leben. München 1983, S. 51 ff. Dazu auch Huss: Richard Wagner als Corpsstudent. In: Studenten-Kurier 4/2006, S. 16, mit Klarstellung von Weiß: Richard Wagners mißglückte Contrahagen. In: Studenten-Kurier 1/2007, S. 3, 4
  6. zit. nah Martin Gregor-Dellin: Richard Wagner. Sein Leben, sein Werk, sein Jahrhundert. Ein Künstler erwacht im Vormärz.
  7. Breefwessel tüschen König Ludwig un Richard Wagner.
  8. Diether de la Motte: Harmonielehre. Bärenreiter, Kassel 1985, S. 212.
  9. Martin Vogel: Der Tristan-Akkord und die Krise der modernen Harmonielehre. Düsseldorf 1962
  10. Eduard Hanslick, „Aus meinem Leben“. Berlin 1911.
  11. Friedrich Nietzsche: Der Fall Wagner. Afsnitt 4
  12. Friedrich Nietzsche, Nietzsche contra Wagner, Wagner als Apostel der Keuschheit, 3.
  13. zit. nah Thomas Mann: Achtung Europa`. Band 4, Hrsg. Hermann Kurzke, Frankfurt am Main, 1995 S. 342
  14. Klaus Schröter, http://books.google.com/books?id=LP5iN-aJoXMC&pg=PA199&lpg=PA199&dq=gro%C3%9Fen+deutschen+Meister+Wagner&source=web&ots=5K_4wEakte&sig=AKgR2oHQuib0h9-Jq8-CO6ScWrg&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=3&ct=result, Thomas Mann im Urteil seiner Zeit, afropen an' 26. November 2008
  15. Marcel Prawy, „Nun sei bedankt“. Mein Richard-Wagner-Buch. München 1982, ISBN 3-442-10191-3.
  16. Josef Rattner, Richard Wagner im Lichte der Tiefenpsychologie. Berlin 1984.
  17. A. Arluke, B. Sax: Understanding Nazi Animal Protection and the Holocaust. Anthrozoös, 1992 H. 5, S. 6-31.
  18. Offenes Schreiben an Herrn Ernst von Weber Verfasser der Schrift Die Folterkammern der Wissenschaft, 1879, R. Wagner, Gesammelte Werke, Leipzig 1888
  19. Kongress Richard Wagner und die Juden, Kurzfassungen der Beiträge
  20. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. Ullstein, Berlin Neuausgabe 2002, Lizenzausgabe des Spiegel-Verlags, Hamburg 2007, S. 94
  21. Zit. nach Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie S. 96.
  22. So hett Thomas Mann Richard Wagner betekent.
  23. Joachim Köhler: Wagners Hitler. Der Prophet und sein Vollstrecker. K. Blessing, München 1997.
  24. Erkenne dich selbst 1881
  25. Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltpolitik. Böpple, München 1923, Utgaav 1933 up Siet 133
  26. Mein Kampf. 721. Uplaag. 1942, S. 703
  27. Hans Rudolf Vaget: Im Schatten Wagners; Thomas Mann über R.Wagner, Texte und Zeugnisse.
  28. Berliner Orchester spielte Wagner bi spiegel.de, afroopen an' 5. Juni 2012
  29. Erste Wagner-Gesellschaft in Israel gegründet, derStandard.at, 17. November 2010
  30. Geteiltes Echo in Israel auf Wagner-Konzert, naumburger-tageblatt.de, faz.net
  31. Wagner-Konzert in Israel abgesagt bi spiegel.de, afropen an' 5. Juni 2012
  32. Kindlers Neues Literaturlexikon, Richard Wagner, Das Kunstwerk der Zukunft, München 1992